Weltmission: Frau mit einer Mission

Anlässlich des Weltmissionssonntags und des dreißigjährigen Jubiläums des Freundeskreises Schwester Therese Vogel ist Schwester Therese, die 60 Jahre ihres Lebens im Dienst an Gott und den Menschen in Kenia verbracht hat und nunmehr wieder nach Hause zurückgekehrt ist, im Gottesdienst zu Gast und richtet ihr Wort an uns. Bei allen wunderbaren Erfahrungen und Fügungen frage sie sich nach all dieser Zeit immer noch, ob sie genug geglaubt habe. Auch wenn hier in Europa von “Neuevangelisierung” die Rede sei, sei das Evangelium, die Frohe Botschaft doch da und müsse lediglich neu entdeckt, neu gelebt werden. Mit den Worten Mutter Teresas gibt sie dazu konkrete Hinweise: Das Gebet ist die Frucht der Stille, die Liebe die Frucht des Gebets, der Friede die Frucht der Liebe…
In der heutigen KinderKirche haben wir uns im Rahmen des Weltmissionssonntag in besonderer Weise mit den Menschen in Afrika und ihrem Glauben auseinandergesetzt. Anhand einer Ikone aus Äthiopien erkannten wir: Jesus ist für alle Menschen da, für alle Völker und Nationen, die auf unserer Welt leben. Jesus ist für alle Menschen, die an ihn glauben, der Herr, der König, das Oberhaupt, der Hohepriester. Dazu hörten und besprachen wir Hebr 5,1-6 und gestalteten Ikonenbilder: “Jeder Oberste Priester wird aus den Menschen ausgewählt und für die Menschen eingesetzt, um ihre Angelegenheiten vor Gott zu vertreten. Zu seinen Aufgaben gehört: Verletzte verbinden, Verirrte zurückholen, Schwache kräftigen, Verlorene suchen, Vertriebene zurückholen. Er wird auf jeden einzelnen schauen, jeden behüten, die Würde jedes einzelnen akzeptieren, Verständnis für jeden einzelnen haben. Fehler wird er verzeihen, bei Konflikten Lösungen finden und allen Mut schenken. Weil er selbst Mensch ist, versteht er alle Menschen ganz und gar. Er bittet immer wieder um Verzeihung für sich und die Menschen. Gott ruft ihn zum Auserwählten und verleiht ihm Kraft. Kein Mensch kann sich diese Würde selbst verleihen, denn auch Jesus wurde von Gott gerufen und berufen. Er sprach zu ihm: „Mein Sohn bist du! Du bist Priester auf ewig. Du bist der Hohepriester. Du bist der Herr der Welt.”
Erste Lesung – 1 Könige 17,10-16 – [In jenen Tagen] machte sich der Prophet Elija auf und ging nach Sarepta. Als er an das Stadttor kam, traf er dort eine Witwe, die Holz auflas. Er bat sie: Bring mir in einem Gefäß ein wenig Wasser zum Trinken! Als sie wegging, um es zu holen, rief er ihr nach: Bring mir auch einen Bissen Brot mit! Doch sie sagte: So wahr der Herr, dein Gott, lebt: Ich habe nichts mehr vorrätig als eine Hand voll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Ich lese hier ein paar Stücke Holz auf und gehe dann heim, um für mich und meinen Sohn etwas zuzubereiten. Das wollen wir noch essen und dann sterben. Elija entgegnete ihr: Fürchte dich nicht! Geh heim, und tu, was du gesagt hast. Nur mache zuerst für mich ein kleines Gebäck, und bring es zu mir heraus! Danach kannst du für dich und deinen Sohn etwas zubereiten; denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Der Mehltopf wird nicht leer werden und der Ölkrug nicht versiegen bis zu dem Tag, an dem der Herr wieder Regen auf den Erdboden sendet. Sie ging und tat, was Elija gesagt hatte. So hatte sie mit ihm und ihrem Sohn viele Tage zu essen. Der Mehltopf wurde nicht leer, und der Ölkrug versiegte nicht, wie der Herr durch Elija versprochen hatte.
Zweite Lesung – Hebräer 9,24-28 – Christus ist nicht in ein von Menschenhand errichtetes Heiligtum hineingegangen, in ein Abbild des wirklichen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor Gottes Angesicht zu erscheinen; auch nicht, um sich selbst viele Male zu opfern, denn er ist nicht wie der Hohepriester, der jedes Jahr mit fremdem Blut in das Heiligtum hineingeht; sonst hätte er viele Male seit der Erschaffung der Welt leiden müssen. Jetzt aber ist er am Ende der Zeiten ein einziges Mal erschienen, um durch sein Opfer die Sünde zu tilgen. Und wie es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt, so wurde auch Christus ein einziges Mal geopfert, um die Sünden vieler hinwegzunehmen; beim zweiten Mal wird er nicht wegen der Sünde erscheinen, sondern um die zu retten, die ihn erwarten.
Evangelium – Markus 12,38-44: [In jener Zeit] lehrte Jesus eine große Menschenmenge und sagte: Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten! Sie gehen gern in langen Gewändern umher, lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben. Sie bringen die Witwen um ihre Häuser und verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Aber umso härter wird das Urteil sein, das sie erwartet. Als Jesus einmal dem Opferkasten gegenübersaß, sah er zu, wie die Leute Geld in den Kasten warfen. Viele Reiche kamen und gaben viel. Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt.
Kennen Sie Menschen die auf der Suche sind, ihre Berufung zu entdecken? Die von der DBK mitverantwortete und für Android sowie iOS frei verfügbare App “Vocaris” ist sicher einen Hinweis wert!

Bildquelle: Pixabay

Sonntag der Weltmission 2017

Heute feiern wir den Sonntag der Weltmission hier bei uns in St. Antonius. Wir tun dies ganz bewusst als Teil der weltumspannenden Gemeinschaft der Kirche. Nicht nur hier bei uns, sondern überall auf der Welt, wo die Gläubigen zusammenkommen, um Gottes Gegenwart zu feiern. Auf allen Kontinenten und in nahezu allen Ländern. So auch in Kenia. Und es freut uns, dass wir heute im Gottesdienst Sr. Therese Vogel begrüßen können, die vier Jahrzehnte in Kenia arbeitete. Hermann Diel hat sie interviewt…

Erste Lesung: Weisheit 6,12-16 – Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit; wer sie liebt, erblickt sie schnell, und wer sie sucht, findet sie. Denen, die nach ihr verlangen, gibt sie sich sogleich zu erkennen. Wer sie am frühen Morgen sucht, braucht keine Mühe, er findet sie vor seiner Türe sitzen. Über sie nachzusinnen ist vollkommene Klugheit; wer ihretwegen wacht, wird schnell von Sorge frei. Sie geht selbst umher, um die zu suchen, die ihrer würdig sind; freundlich erscheint sie ihnen auf allen Wegen und kommt jenen entgegen, die an sie denken.
Zweite Lesung: 1 Thessalonicher 4,13-18 – Brüder, wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen. Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind, wenn der Herr kommt, werden den Verstorbenen nichts voraushaben. Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen; dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein. Tröstet also einander mit diesen Worten!
Evangelium: Matthäus 25,1-13 – (In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:) Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach und auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.