Kirchweih 2013

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Gott ruft uns Menschen zusammen, er ruft uns aus den unterschiedlichsten Zusammenhängen unseres Lebens und führt uns ein in seine Kirche seit 44 Jahren: zusammen zu einer Gemienschaft. “Ekklesia”, “die Herausgerufenen” heißt diese Gemeinschaft. Lassen wir uns erneut herauslocken, werben und auch neu beauftragen zu dem Dienst in dieser Gemeinschaft. Wenn wie bei uns viele Messdienerinnen und Messdiener auch in der Kirmesgesellschaft aktiv sind, sei es, so Pfr. Liebig in seiner Ansprache weiter, ein gutes Zeichen, und fülle die Kirmes mit Sinn und Leben.

Evangelium: Matthäus 16,13-19 – Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? 14 Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. 15 Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? 16 Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! 17 Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. 18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.3 19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. 20 Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei.

Liturgische Texte des Tages

Erntedank: Eine Hand voll Erde…

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St. Antonius hat heute einen Erntedank-Gottesdienst der etwas anderen Art erlebt. Kindergartenkinder und Gesang-Gruppe waren aktiv, besonders eindrücklich waren jedoch die statt einer Predigt vorgetragenen Gedanken des Liturgie-Ausschusses zu verschiedenen Pflanzen und deren Bedeutung im Leben unserer Gemeinde. Auf diese Weise wurde deutlich, dass es sich an Erntedank nicht nur für Früchte des Feldes und dergleichen zu danken lohnt, sondern auch für die Früchte geistigen Lebens, die uns als Gemeinschaft tragen, prägen und entwickeln…

Evangelium: Lukas 17,5-10 – [In jener Zeit] baten die Apostel den Herrn: Stärke unseren Glauben! Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen. Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken. Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde? So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.

Sprechspiel mit Heilkräutern

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Ich habe hier ein Bild vom Heilkraut Baldrian. Es ist das beliebteste Mittel bei Nervenschwäche, Unruhe und Herzklopfen. Wir danken all denen in der Pfarrgemeinde St. Antonius, von denen eine beruhigende Wirkung ausgeht, die uns durch ihr gelassenes Gemüt und ihren Humor vor verkrampfter Hektik und aufgeblähter Zukunftsangst bewahren.

Schafsgarbe – Dies ist Schafgarbe. Sie wird als altbekanntes Hausmittel unter anderem bei Appetitlosigkeit verwendet. So viele Kinder und Jugendliche haben keinen Appetit mehr auf Glauben und Kirche, weil sie sich mit anderen Reizen zuschütten lassen. Wir danken all den Eltern und Großeltern, Lehrerinnen und Lehrern, Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern, die dennoch versuchen, Freiräume zu schaffen, um für Gott und die Sache Jesu zu begeistern.

Thymian – Ich bringe Thymian ins Gespräch. Dieses Kraut wird außer zum Würzen auch als Kräuterkissen-Füllung verwendet und dann bei Verletzungen und Verstauchungen aufgelegt. In der religiösen Auseinandersetzung mit Schulfreunden, Arbeitskollegen oder Familienmitgliedern tragen viele Blessuren davon. Wir danken allen, die sich dennoch nicht abhalten lassen, auch öffentlich zu ihrem Glauben zu stehen.

Pfefferminze – Hier habe ich Pfefferminze. Wir kennen alle die positive Wirkung des Tees auf den Verdauungsapparat, und ihr Öl hält die Atemwege frei. Wir danken allen, die uns helfen, manch schweren Brocken zu verdauen, die von oben aus der Kirche, aber auch von unten aus der Gemeinde kommen. Sie lassen uns wieder aufatmen, wenn schlechte Erfahrungen mutlos machen.

Salbei – Salbei riecht getrocknet wunderbar und hat in seiner Anwendung als frisches Kraut schweißhemmende Wirkung. Ein Blick in die Zukunft der Kirche oder auf den schwindenden Glauben bei so Vielen kann uns den Schweiß auf die Stirn treiben. Wir danken allen, die sich als Kommunionkatecheten, Begleiterinnen und Begleitern der Messdienergruppen oder als Firmkatecheten einbringen und so helfen, die Sorge zu mildem.

Sonnenblumenkerne – Das Öl des Sonnenblumensamens ergibt ein gutes Hautpflegemittel. Danke allen, die das Bild der Gemeinde prägen, weil ihre Mitarbeit überzeugt und auch andere zum Mittun anregt.

Holunderbeeren – Holunderblüten und mehr noch der aus reifen Holunderbeeren gepresste Saft sind sehr vitaminreich und ein gutes Mittel gegen Grippe und Erkältungen. Wir danken allen, die durch ihre Anregungen, Vorschläge, Spenden und Sympathien immer wieder Mut machen und uns so vor seelischen Tiefs und Erkältungen bewahren.

Kamille – Die Kamille ist das beliebteste Volksheilmittel mit verschiedensten Arten der Anwendung, innerlich und äußerlich. Umschläge und Bäder bei Verletzungen sind äußerst hilfreich. Und selbst in hoher Verdünnung hilft Kamille noch gegen Bakterien und Gift. Es gibt genug Sticheleien, Medienberichte und Bücher, die unseren Glauben verletzen und vergiften können. Wir danken all denen, die durch ihr treues Glaubenszeugnis diese Gefahren lindem.

Mistel – Die Mistel ist herzkräftigend, stärkt die Immunabwehr und schützt bei Tumorerkrankungen sowie Arthrosen. Eine Pfarrgemeinde steht heute in der Gefahr durch Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit und zu vielen Zugeständnissen an die Freizeitgesellschaft auszutrocknen. Wir danken allen, die in der Herzmitte der Gemeinde stehen. Damit sind alle gemeint, die regelmäßig mitmachen, gerne ihre Arbeit ehrenamtlich verrichten und uns so gesund erhalten.

Melisse – Hier haben wir die Melisse. Ihr Tee beruhigt die Nerven und mildert nervöse Magen- und Darmbeschwerden. Wir danken allen, die uns durch ihre weitsichtige Arbeit in den entscheidenden Gremien der Pfarrei Ruhe bescheren, so dass wir der Zukunft gelassen entgegensehen können.

Brennnessel – Die Brennnessel darf natürlich in unserer Sammlung nicht fehlen. Sie erweitert die Gefäße des Körpers. Bei Rheuma, Hexenschuss und Ischiasbeschwerden fordert sie die Durchblutung und trägt so zur Heilung bei. Wir danken allen, die sich kritisch äußern. Das ist manchmal schmerzhaft, fördert aber, dass die Gemeinde lebendig bleibt. So ein „Brennnesseltee“ der positiven Kritik hält uns gesund und lebendig.

Johanniskraut – Zuletzt sei noch das Johanniskraut genannt. Es hilft unter anderem auch bei leichten depressiven Störungen und wirkt gegen Angstzustände. Es gibt so viele – Junge wie Alte-, die gegen die Traurigkeit der Seele kämpfen. Wir danken allen, die durch ihr Lachen, Ihre Frohnatur und ihr Verständnis manche Seelenängste wegspülen helfen!

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Glauben ernst nehmen

Der breite Bogen der Lesungen des heutigen Sonntags stellt uns vor eine wichtige Frage: Wie ernst nehmen wir unseren Glauben? Finden wir uns nicht zumindest hin und wieder auf dem in der ersten Lesung kritisierten “Fest der Faulenzer” und kommt uns der ungnädige Reiche aus dem Evangelium nicht verdächtig vertraut vor? Sicher dürfen wir uns angesprochen fühlen durch Pauli aufmunternde Ermahnung an Timotheus, den eigenen Auftrag gewissenhaft auszuführen. Wir können uns dem kaum entziehen, da es nicht irgendein Auftrag ist, sondern der Auftrag Gottes für uns. Zudem ist es ein von Paulus klar gefasster Auftrag – es geht um Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut. Ob unsere Lebenspraxis mit der Theorie unseres Glaubens in Deckung bleibt, lohnt der Überprüfung – auch wenn diese auch einen schmerzhaften, von Verzicht auf Liebgewonnenes und Entdeckung von neuem Herausfordernden sein kann: Es ist im besten Sinne ein gerechter, vor allem in uns selbst dauerhaft stattfindender “Kampf des Glaubens”…

Lesung: Am 6,1a.4-7 – Weh den Sorglosen auf dem Zion und den Selbstsicheren auf dem Berg von Samaria. Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern. Zum Essen holt ihr euch Lämmer aus der Herde und Mastkälber aus dem Stall. Ihr grölt zum Klang der Harfe, ihr wollt Lieder erfinden wie David. Ihr trinkt den Wein aus großen Humpen, ihr salbt euch mit dem feinsten Öl und sorgt euch nicht über den Untergang Josefs. Darum müssen sie jetzt in die Verbannung, allen Verbannten voran. Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei.

Lesung: 1 Tim 6,11-16 – Du aber, ein Mann Gottes, flieh vor all dem. Strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast. Ich gebiete dir bei Gott, von dem alles Leben kommt, und bei Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt hat und als Zeuge dafür eingetreten ist: Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi, unseres Herrn, das zur vorherbestimmten Zeit herbeiführen wird der selige und einzige Herrscher, der König der Könige und Herr der Herren, der allein die Unsterblichkeit besitzt, der in unzugänglichem Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch je zu sehen vermag: Ihm gebührt Ehre und ewige Macht. Amen.

Evangelium: Lukas 16,19-31 – [In jener Zeit sprach Jesus:] Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lazarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, so dass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

Liturgische Texte des Tages


Pfarrbrief 2013/10

Der neue Pfarrbrief ist da – die Highlights: Einladung zur Teilnahme an den Rosenkranz-Gebeten, die Frauengemeinschaft St. Pius besucht den Früchteteppich in Sargenzell; ökumenischer Seniorennachmittag auf der Q-Alm (mit Segnung der Anlage und des Kreuzes); die Seniorengemeinschaft St. Antonius feiert in der Wendelinusfestwoche einen Gottesdienst in Steinhaus mit; KREUZ & quer treten in St. Pius auf; Kollekten-Information; Lass dein Singen Kreise ziehen! (Einladung in den Vorsängerkreis St. Pius/St. Antonius); Bericht: Ausflug der neuen Schulanfänger aus der Kita St. Michael; Bericht: Maria Himmelfahrt; Einladung zum ökumenischen Frauenfrühstück; Kirmes in Künzell; Gedanken zu Erntedank; Einladungen zur Kinderkirche, zum Chor, in die Bücherei und zum Bibelgesprächskreis, Pastoralverbundsblatt, dazu das gesamte Gottesdienstprogramm und Kontakt-Infos.

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Bei der Wahrheit bleiben

Bei der Wahrheit zu bleiben ist dieser Tage nicht leicht, in dem der Schein nicht selten mehr zählt als das sein. Die Armut ist keine Tugend und der Reichtum kein Laster. Aber die Sucht, reicher und noch reicher zu werden, schafft nicht nur soziale Konflikte; sie verdirbt den Menschen. Der Mensch ist wie ein tiefer Brunnen, er kann sich nur von seinem Grund her füllen. Auf dem Grund, in der tiefen Mitte des Menschen, geschieht Gottes Gegenwart. Er ist die Fülle, er ist die Wahrheit. Bei ihr wollen wir bleiben: “Das Gute nicht tun heißt dem Bösen Raum geben, in sich selbst und in der Welt. In den Leerraum, der entsteht, wenn wir ein Werk nicht tun, das die Brüderlichkeit erfordert und das Gott getan haben will, stürzen sich alsbald die Mächte des Bösen. Denn es gibt keine neutrale Zone, es gibt nur Licht oder Finsternis.” (H. Spaemann) – Gedanken angelehnt an Pfarrer Liebigs Predigt und das Schott Messbuch zum heutigen Tag.

Evangelium: Lukas 16,1-13 – [In jener Zeit] sagte Jesus zu den Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen. Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Du kannst nicht länger mein Verwalter sein. Da überlegte der Verwalter: Mein Herr entzieht mir die Verwaltung. Was soll ich jetzt tun? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht, und zu betteln schäme ich mich. Doch – ich weiß, was ich tun muss, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin. Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem andern, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin, und schreib „fünfzig“. Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, und schreib „achtzig“. Und der Herr lobte die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes. Ich sage euch: Macht euch Freunde mit Hilfe des ungerechten Mammons, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es mit euch zu Ende geht. Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen unrecht tut, der tut es auch bei den großen. Wenn ihr im Umgang mit dem ungerechten Reichtum nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen? Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann euer wahres Eigentum geben? Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.

Liturgische Texte des Tages


Von der Sehnsucht zur Solidarität

“Die Sehnsucht Gottes ist der Mensch” (Augustinus), “Christ ist einer der Ausschau hält nach Christus” (John Henry Newman), “Tausend Ängste können unsere Hoffnung nicht zerstören” (Johannes XXIII): Aus der Sehnsucht des barmherzigen Vaters im heutigen Evangelium und diesen drei Worten entwickelt Weihbischof Karlheinz Diez in seiner Predigt Ermutigung und Zuspruch zu der wichtigen Solidaritäts-Arbeit der KAB: Gott, der in der Menschwerdung seine Sehnsucht nach dem Menschen unüberbietbar ausgedrückt hat, eine Tür offen zu halten, ist ungebrochen aktueller Auftrag nicht nur für die Verbände, sondern für alle Gläubigen. Dies geschieht auch darin, Stimme zu sein für alle, die in der Gesellschaft keine Stimme haben. Der ältere Sohn aus dem Evangelium steht für unsolidarisches Verhalten, er kennt keine Mitfreude. Dieses Geschenk des Mitfreuen-Können ist Solidarität und eine bleibende Aufgabe.

Evangelium: Lukas 15,1-32 – [In jener Zeit] kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte: Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern, und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wieder gefunden, das verloren war. Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren. Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat und eine davon verliert, zündet sie dann nicht eine Lampe an, fegt das ganze Haus und sucht unermüdlich, bis sie das Geldstück findet? Und wenn sie es gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: Freut euch mit mir; ich habe die Drachme wieder gefunden, die ich verloren hatte. Ich sage euch: Ebenso herrscht auch bei den Engeln Gottes Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt. Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden worden.

Liturgische Texte des Tages


Predigt: Von der Anbetung

Der heutige Festtag des Ewigen Gebetes fordert uns zu ganz verschiedenen Haltungen auf. Einerseits sollten wir mit dem, was wir glauben und anbeten, an die Öffentlichkeit gehen, sollten anderen davon erzählen, was uns bewegt. Andererseits ist das, was wir feiern, ein Geheimnis des Glaubens, das viele nicht verstehen, da es in den Bereich des Herzens, der Innerlichkeit gehört. Im Sakrament ist das höchste Gut verborgen und zugleich gilt der Auftrag für die ganze Welt, dieses Geheimnis zu verkünden. Christus schenkt sich mit seiner ganzen Liebe, damit wir so werden wie er: Menschen, die Gott lieben und in gleicher Weise den Nächsten…

Evangelium: Joh 6,51-58 – [In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:] Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

Liturgische Texte des Tages


Predigt: Von der Überheblichkeit

Was der Weisheitslehrer Bescheidenheit nennt, ist mehr als Klugheit und Höflichkeit. Es geht um die Grundhaltung des Menschen gegenüber Gott und dem Nächsten. Ehrfurcht und Vertrauen, Solidarität, Mitgefühl und Liebe sind in der Demut. Mut zum Dienen, wie Jesus es durch sein Wort gelehrt und durch seine Tat gezeigt hat. (Schott Messbuch zur Lesung aus Jesuch Sirach)

Lesung: Sir 3, 17-18.20.28-29 (19-21.30-31) – Mein Sohn, bei all deinem Tun bleibe bescheiden, und du wirst mehr geliebt werden als einer, der Gaben verteilt. Je größer du bist, umso mehr bescheide dich, dann wirst du Gnade finden bei Gott. Denn groß ist die Macht Gottes, und von den Demütigen wird er verherrlicht. Für die Wunde des Übermütigen gibt es keine Heilung, denn ein giftiges Kraut hat in ihm seine Wurzeln. Ein weises Herz versteht die Sinnsprüche [der Weisen], ein Ohr, das auf die Weisheit hört, macht Freude.

Evangelium: Lk 14,1.7-14 – Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau. […] Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlass, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen: Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Liturgische Texte des Tages


Pfarrbrief 09/2013

Der neue Pfarrbrief ist da – die Highlights: Neue Gottesdienstzeiten im Pastoralverbund ab 1. September; Rosenkranzgebete (St. Antonius: montags, dienstags und samstags; St. Pius: mittwochs, freitags und samstags, jeweils 30 Minuten vor der Hl. Messe); Ausflug in die Hochrhön der Seniorengemeinschaft St. Antonius am 3.9.; Erstkommunion-Wochenende vom 6.-8. Sept. 2013 in DJO-Haus Rodholz/Poppenhausen; kfd Künzell: 4-Tagesfahrt vom 07.09.-10.09.2013 ins Salzburger Seenland; Bibelgespräch am 11.9.; KAB Künzell: Tagesausflug nach Würzburg, Münsterschwarzach und Mainstockheim am 14.9.; Sitzung des Pastoralverbundsrats in Pilgerzell am 18.9.; Bericht: Abschiedsfeier der Schulkinder; Aufruf: KAB Herbst-Kleidersammlung; Einladungen zur Kinderkirche, zum Chor, in die Bücherei und zum Bibelgesprächskreis, Einladung für Kolpingfreunde und Gäste zum Besuch des Observatoriums in Bad Salzschlirf, Pastoralverbundsblatt, Einladungen, dazu das gesamte Gottesdienstprogramm und Kontakt-Infos.

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Predigt: Was ist Glauben?

Glauben heißt Feststehen in dem was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht (Hebr 11,1). Glauben lässt sich nicht beweisen, er ist aber an seinen Wirkungen erkennbar. Er erweist sich daran wie Menschen mit dem Leben und dem Leiden umgehen. Darum werden echte Vorbilder des Glaubens gesucht, die anderen zeigen wie wirksam Gott in ihrem Leben ist. Nehmen wir uns vor, derlei Vorbilder zu suchen, zu sein und zu bleiben.

Lesung: Hebr 11, 1-2.8-19 – Brüder! Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht. Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein ruhmvolles Zeugnis erhalten. Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde. Aufgrund des Glaubens hielt er sich als Fremder im verheißenen Land wie in einem fremden Land auf und wohnte mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung, in Zelten; denn er erwartete die Stadt mit den festen Grundmauern, die Gott selbst geplant und gebaut hat. Aufgrund des Glaubens empfing selbst Sara die Kraft, trotz ihres Alters noch Mutter zu werden; denn sie hielt den für treu, der die Verheißung gegeben hatte. So stammen denn auch von einem einzigen Menschen, dessen Kraft bereits erstorben war, viele ab: zahlreich wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meeresstrand, den man nicht zählen kann. Voll Glauben sind diese alle gestorben, ohne das Verheißene erlangt zu haben; nur von fern haben sie es geschaut und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Fremde und Gäste auf Erden sind. Mit diesen Worten geben sie zu erkennen, dass sie eine Heimat suchen. Hätten sie dabei an die Heimat gedacht, aus der sie weggezogen waren, so wäre ihnen Zeit geblieben zurückzukehren; nun aber streben sie nach einer besseren Heimat, nämlich der himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, er schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn er hat für sie eine Stadt vorbereitet. Aufgrund des Glaubens brachte Abraham den Isaak dar, als er auf die Probe gestellt wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, er, der die Verheißungen empfangen hatte und zu dem gesagt worden war: Durch Isaak wirst du Nachkommen haben. Er verließ sich darauf, dass Gott sogar die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken; darum erhielt er Isaak auch zurück. Das ist ein Sinnbild.

Evangelium: Lk 12, 35-40 – [In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:] Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft. Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach – selig sind sie. Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht. Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.

Liturgische Texte des Tages