Die Quelle ist in dir!

Die Begegnung mit Jesus am Jakobsbrunnen führt die Samariterin in eine Art neues Leben. Auch wir sind durch das Evangelium aufgerufen, nicht zu murren, sondern uns kritisch mit unserem Tun, Sein und Sagen auseinanderzusetzen, mit Überflüssigem und Falschem zu brechen und so Platz für Wichtiges, die Überzeugungskraft unseres Glaubens Weiterführendes zu gewinnen, uns umzuorientieren auf Gott hin nach dem Beispiel der Frau am Jakobsbrunnen. Wie sie müssten wir für Christus brennen und glühen, und in dessen Folge auch versuchen, lauter, rhythmischer für unseren Glauben zu trommeln – auch wenn dies nicht immer leicht und populär ist. Besonders konzentrieren sollten wir uns dabei auf unser Tun, unser Hören und Sehen, weil die Erfahrung des Glaubens viel überzeugender und nachhaltiger wirkt als Versuche, ihn zu erklären… auch und gerade in der schwierigen Zeit, in der wir momentan leben.

Anmerkungen von Pfr. Liebig am Ende des Gottesdienstes

Am Ende unserer sonntäglichen Feier aus unserer St. Antonius-Kirche hier in Künzell möchte ich Ihnen noch einige persönliche Gedanken zur aktuellen Situation um das Coronavirus sagen.

Notsituationen waren schon immer auch Zeiten der Kirche und des Glaubens. Sind wir Christen doch fest davon überzeugt, dass gerade jetzt unser großer Gott, der Gott des Lebens, uns begleitet und uns in diesen schweren Wochen etwas sagen möchte.

Möchte er uns vielleicht nicht auch sagen: Das ‚Ich‘ ist jetzt nicht der Maßstab, sondern der Nächste.

Geht es doch darum, dass uns die Gegebenheiten dazu herausfordern zwar körperlich Abstand zu halten, jedoch aber dennoch gerade jetzt eine innere Nähe zu suchen. Seien wir offen für die Fragen und Nöte unserer Mitmenschen. Dann spüren wir das, was unser christliches Verständnis ausmacht

Lassen Sie uns jetzt solidarisch und mit einem weiten Herzen, das von einem großen Vertrauen in Gott und der Nächstenliebe getragen ist, zusammenstehen und unser Wollen, Handeln und Vollbringen gerade an den Schwächsten, den Alten und Kranken ausrichten.

  • Beten wir füreinander und miteinander im kleinen Kreis. – Wir werden Ihnen in der kommenden Woche hierfür einen kleinen ‚Hausgottesdienst‘ sowohl auf unserer Homepage (St-Antonius-Kuenzell.de), wie auch in der Auslage der St.-Antonius-Kirche zur Verfügung stellen.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit zum persönlichen Gebet in unserer St. Antonius-Kirche. Sie ist täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
  • Schreiben Sie uns ihre Bitten auf und heften Sie sie an das Kreuz im Altarraum. Es liegen Stifte und entsprechende Anliegen-Zettel bereit. Wir werden dann Ihre Anliegen im täglichen Gottesdienst vor unseren Gott des Lebens hintragen.
  • Unterstützen wir in christlicher Hinsicht unsere Familienangehörigen, Freunde, Nachbarn und gerade ältere Menschen beim Einkauf und vielen anderen Hilfen, die in diesen Tagen und Wochen nötig werden.
  • Ein ‚Dankeschön‘ kann dann auch ein Lächeln sein oder durch einen intensiven Augenkontakt.
  • Halten sie telefonisch Kontakt gerade mit älteren Menschen.
  • Unterstützen Sie Menschen, die für die jetzige Situation grundlegend wichtig sind: Pflegepersonal, Ärzte, Personal im pflegerischen Bereich wie Krankenschwestern und Krankenpfleger und viele mehr.

Kurz haben Sie Vertrauen, dass viele Menschen und nicht zuletzt Gott es gut mit uns meint. Nutzen wir in diesem Sinne diese österliche Bußzeit, die Fastenzeit in rechter Weise.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen die nötige innere Ruhe und Ausgeglichenheit vor allem aber Gottes reichen Segen, den wir jetzt erbitten wollen.

Nehmen wir besonders unsere Kranken und auch die Senioren mit hinein in unser Gebet und den Segen Gottes.

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