Ermutigung zur Individualität

“Wie oft nahm ich mir vor zu sagen, was ich denke, und nicht erst zu fragen, was and’re etwa davon halten könnten, und blieb am Ende dann doch wieder still. Wie oft nahm ich mir vor zu leben, zu leben und mir selbst mehr zu vertrauen, und nicht dauernd nach Hinz und Kunz zu schauen, bis man schon nicht mehr weiß, was man nun will. – Hilf mir, zu mir selbst zu finden, dann find’ ich auch zu Dir. Denn ich fühle immer stärker, dass ich mich verlier.” Entlang diesem Liedtext “Wie oft” von Herman van Veen entwickelt Pfarrer Liebig Möglichkeiten des Widerspruchs gegen die Anpassung, gegen den Verlust der eigenen Person. Wie schnell lernen wir Menschen es uns anzupassen: anzupassen an die Erwartungen der Umwelt, anzupassen an die Erwartungen auch der nahe stehenden Menschen, anzupassen an die wertenden Stempel, die uns schon früh aufgedrückt werden. Dagegen gilt es sich zu wehren, die eigene Individualität zu bewahren, bei der eigenen Meinung auch dann zu bleiben wenn sie kontrovers wirkt, sich nicht den vermeintlich unentrinnbaren allgemeinen und spezifischen Zwänge zu ergeben. Raum nicht nur für diese Findungsarbeit, sondern auch Raum der Toleranz gegenüber ungewohnter und oft nur auf den ersten Blick anstößig wirkender Individualität kann und soll auch die Kirchengemeinde geben, Ermutigung statt Entmutigung unser selbstverständliches Programm sein….

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