Jahreswechsel 2019/2020: Treppenaufgang mit Hilfe Marias

Das neue Jahr, so Pfr. Liebig in seiner Predigt zu Silvester und Neujahr, liege wie eine Treppe vor uns, die es zu erklimmen gelte – mit all ihren Unwägbarkeiten und auch Anstrengungen. Eine Hilfe sei dabei immer willkommen – und im Glauben habe Maria genau diese dienende Rolle: Sie möchte uns Mut machen, Gott zu vertrauen, sie möchte uns an die Hand nehmen und Schritt für Schritt die Treppe hinaufsteigen und so dem Gott des Lebens entgegengehen, der ebenso auf dem Weg zu uns ist. Beispielhaft sei insbesondere ihr wiederholtes Einhalten und Nachdenken – im Evangeliumstext und an weiteren Stellen heiße es: “Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen” – eine Grundhaltung, die auch uns helfen könne, Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden und immer besser zu verstehen, was Gott in unserem Leben vorhabe. An der Hand Marias in das neue Jahr zu gehen heiße also konkret, das Jahresmotto in seiner Vollständigkeit zu sehen: nicht nur mit der Hand am Puls der Zeit, sondern auch mit dem Ohr am Herzen Gottes…

Erste Lesung (Numeri 6,23-27): Der Herr sprach zu Mose: Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden. So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen.
Zweite Lesung (Galater 4,4-7): Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen. Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: Abba, Vater. Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott.
Evangelium (Lukas 2,16-21): [In jener Zeit] eilten die Hirten nach Betlehem und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, bevor das Kind im Mutterleib empfangen war.