Karfreitag 2020

“Ein Tuch ist über die Welt ausgebreitet. Es ist schwarz wie die Nacht, dunkel wie der Tod. Ein schwarzes Tuch, das für die Hoffnungslosigkeit vieler Menschen in unserer Zeit steht. – Ein schwarzes Tuch, das Ausdruck ist für das Leid vieler Menschen. Ein schwarzes Tuch, das uns an Sterben und Tod erinnert. Ein schwarzes Tuch breitet sich über unsere Erde aus. Ein Tuch des Leids und der Hoffnungslosigkeit, ein Tuch des Schmerzes und des Todes. – Wer nimmt dieses schwarze Tuch weg von dieser Welt? Wer schenkt ihr Leben, Licht, Freude und Hoffnung? – Jesus hat dieses schwarze Tuch durch die Torheit des Kreuzes nicht einfach weggenommen, aber er hat es auf sich genommen. So wie viele Menschen leiden müssen, hat auch er gelitten. So wie wir alle einst sterben müssen, hat auch er den Tod auf sich genommen. Am Kreuz ist Jesus uns Menschen zum Bruder geworden. Sein Leid ist unser Leid geworden. Unser Leid ist seines geworden. Als Zeichen dafür wollen wir das schwarze Tuch am heutigen Tag in unsere Mitte und nachher darauf das Kreuz legen…” – In seiner Ansprache zum Karfreitag geht Pfr. Liebig in besonderer Weise auf die Stationen 1, 8 und 11 unseres Kreuzwegs ein und verbindet sie mit der außergewöhnlichen und leidvollen Zeit, in der wir leben…

Die bei Minute 50:21 angesprochene 12. Station finden Sie in unserem Kreuzweg-Extrabeitrag…

Liturgische Texte des Tages