KinderKirche: Die Arbeiter im Weinberg

Wie im Gottesdienst der „Großen“ stand auch in der KinderKirche das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg im Zentrum..

Gemeinsam mit dem Weinbergbesitzer haben wir uns auf dem Marktplatz auf die Suche nach Arbeitern gemacht. Fünf Gruppen von Arbeitern haben wir schließlich zu verschiedenen Zeiten für die Ernte am Weinberg anheuern können. Auf Uhren haben wir jeweils die Uhrzeit eingestellt, wann die unterschiedlichen Gruppen mit ihrer Arbeit angefangen haben. Am Ende des Tages mussten wir uns nun Gedanken über die Entlohnung machen. Dabei machten die Kinder unterschiedliche Vorschläge: Alle waren sich einig, dass es gerecht sein müsse. Während aber die einen meinten, dass Gerechtigkeit darin bestehe, dass alle das Gleiche bekommen, wiesen vor allem die älteren Kinder darauf hin, dass diejenigen, die länger gearbeitet haben, auch mehr bekommen müssten als die, die nur eine Stunde am Weinberg mitgeholfen haben.

Nachdem wir dann das Ende des Gleichnisses gehört hatten, wurde schnell klar, dass der Ärger der Arbeiter, die den ganzen Tag im Weinberg waren, zwar nachvollziehbar, aber eigentlich unberechtigt war: Sie hatten den einen Denar bekommen, den der Gutsbesitzer ihnen versprochen hatte.

Dass auch die Letzten diesen lebensnotwendigen Lohn bekamen, führte uns die Güte des Gutsbesitzers vor Augen, der den Menschen gibt, was sie zum Leben brauchen.

Mithilfe von kleinen Sätzen, die sich auf der Rückseite der Traubenbilder (die unseren Weinberg zierten) fanden, konnten die Kinder Jesu Botschaft über Gott und uns Menschen offenlegen, die in dem Gleichnis steckt:

  • Gott ist gütig. Er gibt denen, die zuletzt kommen, ebenfalls den vollen Lohn.
  • Im Reich Gottes sind alle zur Mitarbeit aufgerufen.
  • Gott wird dich gerecht entlohnen.
  • Sei nicht neidisch auf das, was die anderen haben oder bekommen.
  • Für Gott sind alle Erste.

Als Erinnerung an diese KinderKirche bastelten die Kinder ein kleines Stoffsäckchen, in das sie einige „Denare“ und kleine Spruchkärtchen mit den Botschaften des Gleichnisses packten, so dass sie einen echten Schatzbeutel mit nach Hause nehmen konnten.