Krankenkommunion: Kirche bei Ihnen zuhause

Viele Menschen in unserer Mitte können kaum noch die eigenen vier Wände verlassen. Krankheit, Behinderung oder Gebrechlichkeit des Alters schränken ihren Lebensradius ein. Sie sind darauf angewiesen, dass Familienmitglieder, Pflegekräfte und Nachbarn nach ihnen schauen. Eine Pfarrgemeinde sollte das im Blick haben. So gibt es das Angebot der Haus- und Krankenkommunion.

Von Jesus selbst wissen wir, dass er Kranke segnete und heilte. Er sucht die Gemeinschaft mit den Kranken und Schwachen. Er möchte ihnen nahe sein, sie trösten und stärken. Diesem Beispiel folgen seine Jünger. So erfüllen die christlichen Gemeinden seit den ersten Tagen der Kirche den Liebesdienst an den Kranken und Schwachen.

Bei der Krankenkommunion kommt einmal im Monat ein Mitglied des Pfarrteams oder ein beauftragtes Gemeindemitglied nach Hause. In einer kleinen Wortgottesfeier empfängt man das „Brot des Lebens“. Gerne können ein Tischkreuz und eine Kerze vorbereitet werden und auch das Weihwasser kann bereit stehen, um das Kreuzzeichen zu vollziehen. Schön ist es, wenn Angehörige und Mitbewohner an der Feier teilnehmen.

Wie in anderen Bereichen spüren wir auch bei der Krankenkommunion den gesellschaftlichen Wandel. Es gibt wachsende Hürden, diesen Dienst in Anspruch zu nehmen. Die Selbstverständlichkeit religiöser Praxis verliert sich. Umso wertvoller ist es, wenn Verwandte oder Nachbarn die Krankenkommunion ins Gespräch bringen und vielleicht den Erstkontakt zum Pfarrbüro herzustellen. Man kann es übrigens auch einfach mal „ausprobieren“. Die Termine werden im Pfarrbrief veröffentlicht – meist ist es der erste Donnerstag (St. Pius) oder Freitag (St. Antonius) eines Monats.