Anschreiben 11/2004

Franz von Sales gibt es ein schönes Wort, das heißt: Die Zeit – Gott zu suchen, ist das Leben. Die Zeit – Gott zu besitzen, ist die Ewigkeit. Ist doch der Besuch der Gräber zu Allerheiligen und Allerseelen ein Protest gegen den grausamen Gedanken, dass unsere Verstorbenen für immer von uns gegangen sein sollen.

Ostern 2005

ANSPRACHE ZU OSTERN
(OSTERSONNTAG, DEN 27. MÄRZ 2005)

Liebe Schwestern und Brüder!

Entsorgen, gut loswerden – ein wichtiges Bedürfnis unserer Zeit. Und wo immer Problemstoffe dabei sind, da muss vor dem Entsorgen gut abgedichtet werden, versiegelt werden, damit nichts entweicht. Entsorgen und abdichten – das sollte der Stein vor dem Grab Jesu sein.

Aber der Stein hatte auch etwas Besonderes – er wurde nämlich noch amtlich versiegelt. Ein letzter bürokratischer Vorgang, um sagen zu können: Entsorgt, versiegelt, abgeschlossen, abgehakt, erledigt.

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Künzell-Jerusalem und zurück

Die Betrachtung eines Bildes von Sieger Köder, die Interpretation des passend gestalteten Pfarrsaales und eine Reihe biblischer Detailentdeckungen lieferten Schlüssel zum Verständnis einer oft weniger beachteten, aber gerade hinsichtlich der Nachfolge Jesu wichtigen Figur: Simon wird unter dem Querbalken des Kreuzes zum Bruder Jesu, lässt sich in das Geschehen hineinziehen und zeigt so, dass die Nachfolge auch und gerade das Leiden und das Schmerzhafte kennt.