Pfingsten 2019 – Der Heilige Geist als Freund und Brandstifter

Mit dem Heiligen Geist, so Pfr. Liebig in seiner Pfingstpredigt 2019, tun sich viele schwer, dabei sei er prinzipiell doch gut wahrnehmbar – nämlich dann, wenn man ihn, wie es in vielen Liedern und Texten zum Ausdruck kommt, als Freund sieht. Auch Freundschaft und Liebe seien prinzipiell nicht sichtbar und auch nur schwer zu beschreiben, von ihren Folgen her aber meist unzweifelbar zu identifizieren. Liebe und Freundschaft unterstützen und bringen in Bewegung – und genau so sei es bei dem Heiligen Geist, der uns Menschen auf dem Weg zum Ziel der Herrlichkeit Gottes unterstütze und uns für diesen Weg begeistere wie damals in Jerusalem. Insofern sei er in gewisser Weise ein Brandstifter, und als solcher dürfe er sich auch in unserem Eifer für das Evangelium zeigen…
Erste Lesung (Apostelgeschichte 2,1-11) – Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.
Zweite Lesung (1 Korinther 12,3b-7.12-13) – Keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet. Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen. Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt. Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.
Evangelium (Johannes 14,15–16.23b–26) – [In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:] Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Himmelfahrt 2019: Gott nimmt mit!

Worum es heute geht, so Pfarrer Liebig zu Beginn des Himmelfahrt-Gottesdiensts 2019, erkläre schon der Name des Fests – Christi Himmelfahrt. Dennoch blieben Fragen offen, denn “richtig” aufgestiegen sei Jesus ja nicht, auch nicht in das, was wir über uns sehen. Es gehe vielmehr um dasselbe, um das es auch an Ostern gehe: Der Menschensohn sei nicht im Tod und nicht auf der Erde geblieben, sondern dorthin zurückgekehrt, von wo er kam. Und wie er bei seiner Menschwerdung den Himmel zu uns Menschen gebracht habee, so nehme er auch heute die Menschen mit sich zu Gott in den Himmel hinauf…
Erste Lesung (Apostelgeschichte 1,1-11): Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er (in den Himmel) aufgenommen wurde. Vorher hat er durch den Heiligen Geist den Aposteln, die er sich erwählt hatte, Anweisungen gegeben. Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen. Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt. Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft. Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her? Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat. Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde. Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken. Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.
Zweite Lesung (Epheser): Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke. Er hat sie an Christus erwiesen, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat, hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächte und Herrschaften und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird. Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt. Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt, der das All ganz und gar beherrscht.
Evangelium (Lukas 24,46-53): Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür. Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet. Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben; sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück. Und sie waren immer im Tempel und priesen Gott.

Anmeldung MessdienerInnen-Tag 2019

Am 7.09. dieses Jahres wollen wir, die Messdiener aus St. Antonius und St. Pius, im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der beiden Pfarrkirchen alle, die in den vergangenen 50 Jahren in einer der beiden Kirchen den Ministrantendienst ausgeübt haben, ganz herzlich zu einem großen Messdienertag ab 14:30 Uhr einladen.

Neben einem gemischtem Programm wollen wir am Abend auch Gottesdienst feiern. In dieser Heiligen Messe sollen alle ehemaligen Ministrantinnen und Ministranten gemeinsam den Dienst verrichten. Darüber hinaus soll der Tag dem Zusammenkommen mit alten Freunden und regem Austausch dienen!

Bitte füllen Sie die sich anschließende Anmeldung aus und sagen Sie all denen Bescheid, die vor, nach oder mit Ihnen Messdienende in St. Antonius oder St. Pius waren.

Wir freuen uns schon auf Ihre Teilnahme! Bis dahin noch einen frohen und gesegneten Sommer!

Die Messdiener aus St. Antonius und St. Pius

Bildquelle: “acolyte vans” von Marcus Winter auf Flickr