KinderKirche: Selig ist die Nuss

Das Bild von der Nuss führte uns durch die heutige KinderKirche. Unter ihrer harten Schale verbirgt sich der kostbare Kern. Auch in unserem Leben ist das Wichtigste oft verborgen oder verschlüsselt, es ist da, wo man es gar nicht vermuten würde. Das was wirklich zählt, ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Wenn Jesus in der Bergpredigt die Armen, die Hungrigen und die Traurigen seligpreist, dann offenbart er uns eine Wahrheit, die unseren Erfahrungen in dieser Welt widerspricht und uns deshalb verschlossen bleibt. Jesus aber knackt für uns die Schale und lässt uns auf den Kern schauen. Auch im Leben der Heiligen, derer wir im Monat November besonders gedenken, musste sich oft erst eine äußere Schale auftun, damit aus ihnen das Licht und die Liebe Gottes zum Strahlen kommen konnte. Der Heilige Martin zum Beispiel war zunächst ein Soldat, der in den Krieg zog und ein hartes Leben führte. Sein wahrer Kern kam erst später zum Vorschein. So können uns die Heiligen ein Vorbild sein, wenn wir uns auf die Suche nach unserem wahren Kern machen. Vielleicht müssen wir dabei auch erst eine harte Schale knacken… – In der Bastelarbeit verzierten die Kinder das Innere einer Walnussschale mit goldenem Glitzer und machten so deutlich, dass sich unter der harten Schale etwas Kostbares verbirgt.

Weiter lesen…KinderKirche: Selig ist die Nuss

Goldene Hochzeit: Liebe aus Vertrauen und Hoffnung

Die für unsere Ohren drastische erste Lesung stellt uns Wert und Tragfähigkeit einer auf Gott vertrauenden Grundhaltung vor Augen. Dies mit dem feierlichen Anlass einer Goldenen Hochzeit zu verknüpfen, so Pfr. Liebig, ist nur auf den ersten Blick schwierig. So wie das feste Vertrauen auf Gott im Leben Spuren der Hoffnung hinterlasse, so sei auch eine über so lange Zeit tragende Ehe, das konkrete Beispiel verbindlich gelebter Liebe, ein Zeichen für ebendieses Gottvertrauen…

Weiter lesen…Goldene Hochzeit: Liebe aus Vertrauen und Hoffnung

Vom Willkommensein

Das Wort Jesu an Zachäus, so Pfarrer Liebig in seiner Predigt, ist das Wort Gottes, das immer wieder neu an uns und alle Menschen ergeht: du bist willkommen – woher du auch kommst, was auch immer du getan und gedacht hast, was auch immer schief gelaufen ist in deinem Leben. Zachäus bringt eine wichtige Voraussetzung mit für das Ankommen dieses Wortes Gottes, nämlich seine Neugier, seine Sehnsucht, sein Sehnen nach Gesehenwerden und sein Sehnen nach Sehen, nach Klarheit, nach neuer und tragfähiger Orientierung. Diese Sehnsucht steht auch uns heute gut an, ebenso die Bereitschaft zur Überprüfung unseres Weges und unserer Lebensrichtung. Und selbst wenn dies nicht gelingt, ist das Entscheidende doch Gottes Liebe, sein Interesse an den Menschen – geht er doch auch entschieden gerade denen hinterher, die nicht damit rechnen und es auch nicht unbedingt erwarten – seine Botschaft damals wie heute: Du bist willkommen!

Weiter lesen…Vom Willkommensein

Vom Ziel zum Start

Das Evangelium vom allzu selbstsicheren Pharisäer und dem Zöllner, so Pfarrer Liebig in seiner Predigt, ruft uns zur Reflexion über uns selbst auf. In welcher der beiden Figuren finden wir uns wieder? Halten nicht auch wir uns hin und wieder für gut, für gerecht und in diesem Sinne für “ausgereifte” Menschen? Von dem Zöllner am hinteren Ende der Synagoge können wir Selbstkritik und Demut lernen. Im Leben komme es nicht darauf an, Berge zu versetzen und auf diese Weise außergewöhnliche Menschen zu werden, sondern im eigenen Rahmen und in den eigenen Bezügen das für gut und richtig Erkannte konsequent zu tun und sich dabei Erfolge klarzumachen, aber auch Scheitern einzugestehen. So sei das Ziel, das wir hin und wieder erreicht zu haben scheinen, doch nichts anderes als ein Zwischenziel und ein neuer Start…

Weiter lesen…Vom Ziel zum Start

Kirchweih 2019: Dialog schafft Begeisterung

“Wo wohnt Gott?”, so Pfr. Liebig in seiner Begrüßung zum 50. Kirchweihfest der Antonius-Kirche. In Schriftworten, Liedtexten und nicht zuletzt einer gemeinsam mit Gemeindereferent Steffen Büdel gestalteten Dialogpredigt wurden dazu eine Reihe konstruktiver und aus Vergangenheit und Gegenwart in die Zukunft weisende Antworten gegeben und symbolhaft repräsentiert. So stehen beispielsweise das mit zwei Händen versehene Herz für gelingende Kommunikation, die Orchidee für maßvolles und nachhaltiges Wachstum, die Glühbirne für das Licht, das uns auf deren Grundlage aufgehen und unsere Begeisterung für die Sache Gottes entfachen kann – trotz und gerade wegen der Ungereimtheiten, Stockungen und Verstrickungen unseres Lebens, für die das geknotete Seil steht…

Weiter lesen…Kirchweih 2019: Dialog schafft Begeisterung

Lasset uns danken…

Warum, so fragt Pfr. Liebig, fällt es uns Menschen nur so schwer, Danke zu sagen für das Gute, das uns widerfährt? Grundsätzliche Undankbarkeit oder andere Einstellungen könnten es doch nicht sein, vielleicht eher unsere Unaufmerksamkeit, unsere Vergesslichkeit? Der Gottesdienst, genauer die Eucharistie, also die Danksagung, genau dort, wenn es heißt “Lasset uns danken dem Herrn, unsern Gott…” sei der Ort der Erinnerung daran und Aufforderung dazu, immer wieder und immer wieder neu diesen Dank zu finden, zu denken und zu beten. Im Grunde sei dies eine Art Übung, deren Training für Christinnen und Christen zum Grundprogramm des geistigen Lebens gehören sollte…

Weiter lesen…Lasset uns danken…

KinderKirche: Danke für Gottes herrliche Schöpfung

Der Oktober ist die Zeit, in der wir für Gottes herrliche Schöpfung und die reiche Ernte danken. Auch in der KinderKirche haben wir uns an diesem Sonntag dafür Zeit genommen. Dazu haben wir uns zunächst mit der Schöpfungsgeschichte beschäftigt, die wir uns mit eindrucksvollen Bildkarten veranschaulicht haben. Den Eindruck von Gottes herrlicher Schöpfung haben wir durch eine Meditation vertieft, in der wir einer Handvoll Erde intensiv nachgespürt haben: Was man da alles sehen, riechen und fühlen kann… Im Gespräch haben wir die Bedeutung der Erde für uns Menschen erarbeitet. So haben die Kinder beim Aufzählen zahlreicher Obst- und Gemüsesorten, die in unseren Gärten wachsen, deutlich gemacht, wie uns die Erde ernährt. – Viel Freude hatten die Kinder im Anschluss beim Erfühlen und Erraten von Naturgegenständen wie Tannenzapfen, Eicheln, Kastanie u.ä. in einem Fühlkarton. So haben wir uns heute die Schönheit der Schöpfung neu bewusst gemacht und unseren Dank in einem Gebet zusammengefasst: Lieber Gott, heute haben wir erfahren, wie Du die Erde erschaffen hast. Wir haben die Erde entdeckt und bestaunt. Wir wissen, dass Du uns geschaffen hast und uns wachsen lässt. Heute wollen wir dir besonders dafür Danke sagen. Unser Essen wächst nicht im Supermarkt, sondern auf den Feldern, wo Du es wachsen lässt. Hilf uns, dass wir immer dankbar dafür sind, was Du uns alles schenkst. Lass uns sorgsam mit unserer Erde umgehen. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

Weiter lesen…KinderKirche: Danke für Gottes herrliche Schöpfung