Glauben ist…

ANSPRACHE ZUM 2. SONNTAG DER OSTERZEIT – LESEJAHR A
(SONNTAG, 3. APRIL 2005)

Liebe Schwestern und Brüder!

Das heutige Evangelium dürfte uns allen sehr sympathisch sein, denn im Zweifler Thomas finden wir uns in so mancherlei Lebenssituation wieder.

Wer von uns nimmt denn alles vertrauensselig hin. wer glaubt schon alles. Und dann – Zweifel hat doch wohl nichts mit Unglaube zu tun. Und so einfach geht das auch nicht, indem man einfach sagt: „Wir haben den Herrn gesehen.“ – Das mag zwar sein. Aber könnten wir ihn hören, sehen, ja fühlen, das wäre schon etwas anderes.

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Anschreiben 04/2005

Liebe Pfarrgemeinde,

jetzt, wo es Frühling wird, packt uns die Lust nach neuen Kleidern.

Jetzt, wo die Tage wieder wärmer werden, möchten wir einfach die schwere Kluft der kalten Tage ablegen, damit wir die Sonne auf unserer Haut spüren und die frische Luft.

Zu kaufen gibt es alles Mögliche, den „neuen Menschen“ allerdings nicht, denn den können wir uns nur schenken lassen, indem wir hellsichtig werden für Gottes Bild in unserer Welt. Diese Helligkeit wird uns nirgends so deutlich vor Augen geführt, wie bei der Taufe eines Kindes oder bei der Erstkommunion der Kinder in weißen Kleidern.

Dieses Bild zeigt uns, so bist du!

Und so kannst du immer wieder werden, wenn du dich an deine Taufe erinnerst!

Der Weiße Sonntag ist ein solcher Erinnerungstag, durch den wir uns „wie neu geboren“ fühlen dürfen.

Dieser Tag ist eine Erinnerung für die Seele, wer wir vor Gott wirklich sind.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Pfarrbrief 04/2005

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Anschreiben 03/2005

Liebe Pfarrgemeinde!

Karfreitag und Ostern – ein Gegensatz? Von Karfreitag her müssten wir meinen, Jesus sei ein Verlierer. Dieser Tag macht uns jedoch deutlich, dass das Leben nicht immer glatt und problemlos verläuft. Wenn man in die Talkshows unserer Tage hineinschaut, stellt man fest, dass gerade dann das Leben der Menschen für ihre Umwelt interessant wird.

Jedoch ist das Geschehen am Karfreitag nicht als „Problem“ zu sehen, sondern als Erlösungstat. Hier ist unser eigener ganz persönlicher Gottesglaube, eben auch mit seinen Zweifeln und Fragen, angefragt. Dieser Gottesglaube muss „sprechend“ werden in Worten und Taten. Wer die Höhen und Tiefen seines eigenen Lebens mit österlichen Augen ansieht und deuten kann, kann auch Anderen helfen, die eigene Biographie in einem neuen Licht zu sehen. Wo dieses „Zeugnis des Lebens“ gegeben wird, da öffnen sich Türen und Herzen. Da bekommen andere Mut, ebenfalls christliches Verhalten zu „erproben“. Da erhalten alte Worte auf einmal wieder neuen Glanz. Worte wie Ehrfurcht und Staunen, Mitleid und Fürsorge.

Wir sind durch Ostern reicher als wir meinen, jedoch sollen wir durch dieses Fest zu Hoffnungsträgern werden, von denen die Zukunft lebt. Solche Hoffnungsträger wünsche ich dem Leben unserer Gemeinde.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Pfarrbrief 03/2005

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