Anschreiben 03/2005

Liebe Pfarrgemeinde!

Karfreitag und Ostern – ein Gegensatz? Von Karfreitag her müssten wir meinen, Jesus sei ein Verlierer. Dieser Tag macht uns jedoch deutlich, dass das Leben nicht immer glatt und problemlos verläuft. Wenn man in die Talkshows unserer Tage hineinschaut, stellt man fest, dass gerade dann das Leben der Menschen für ihre Umwelt interessant wird.

Jedoch ist das Geschehen am Karfreitag nicht als „Problem“ zu sehen, sondern als Erlösungstat. Hier ist unser eigener ganz persönlicher Gottesglaube, eben auch mit seinen Zweifeln und Fragen, angefragt. Dieser Gottesglaube muss „sprechend“ werden in Worten und Taten. Wer die Höhen und Tiefen seines eigenen Lebens mit österlichen Augen ansieht und deuten kann, kann auch Anderen helfen, die eigene Biographie in einem neuen Licht zu sehen. Wo dieses „Zeugnis des Lebens“ gegeben wird, da öffnen sich Türen und Herzen. Da bekommen andere Mut, ebenfalls christliches Verhalten zu „erproben“. Da erhalten alte Worte auf einmal wieder neuen Glanz. Worte wie Ehrfurcht und Staunen, Mitleid und Fürsorge.

Wir sind durch Ostern reicher als wir meinen, jedoch sollen wir durch dieses Fest zu Hoffnungsträgern werden, von denen die Zukunft lebt. Solche Hoffnungsträger wünsche ich dem Leben unserer Gemeinde.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Pfarrbrief 03/2005

Der neue Pfarrbrief ist erhältlich. Sie können ihn hier im druckerfreundlichen PDF-Format herunterladen. – Wird der Pfarrbrief nicht angezeigt, benötigen Sie den Adobe Reader, den Sie hier kostenlos erhalten.

Anschreiben 02/2005

Liebe Pfarrgemeinde!

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Pfarrgemeinde!

Wir legen in unserem Leben stets großen Wert auf unseren freien Willen, was sicherlich für unser persönliches Leben von großer Bedeutung sein dürfte. Und wenn uns etwas gut gelingt, dann nehmen wir auch gern den Erfolg für uns in Anspruch.

Ganz anders ist das allerdings, wenn wir Schuld auf uns laden. Dann sind oft andere verantwortlich: die Gesellschaft oder das Elternhaus … Dann „waschen wir unsere Hände in Unschuld.“ Und spülen – ohne es vielleicht zu merken unsere eigene Würde mit ab.

Ich meine allerdings, dass es zur Freiheit des Menschen gehört auch schuldig zu werden und diese Schuld vor sich, vor einander und vor Gott einzugestehen.

So gesehen kann die vor uns liegende Fastenzeit eine gnadenreiche Zeit werden, wenn wir frei werden von falschen Bindungen. Dabei geht es allerdings nicht nur um das frei werden von, sondern auch um das frei werden für … das Gebet, den Kirchenbesuch, ein Buch, das Glaubensseminar in der Fastenzeit, die Familie oder einen Krankenbesuch …

So wünsche ich uns allen, dass wir in dieser Fastenzeit zu einer neuen Freiheit finden, die vom Willen Gottes getragen und geprägt ist.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Pfarrbrief 02/2005

Der neue Pfarrbrief ist erhältlich. Sie können ihn hier im druckerfreundlichen PDF-Format herunterladen. – Wird der Pfarrbrief nicht angezeigt, benötigen Sie den Adobe Reader, den Sie hier kostenlos erhalten.

Anschreiben 01/2005

Liebe Pfarrgemeinde!

“Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde”, so steht es in der Bibel. Zum Jahreswechsel wird der Faktor Zeit jedem wieder neu ins Gedächtnis gerufen.

Es wird uns klar, die Zeit steht nicht still.

Und dann ist es gut, zu wissen, dass Gott uns in dieser Zeit an den Händen hält und begleitet. Verlassen wir uns darauf, dass Gott uns eine innere Kraft schenkt für das Neue Jahr 2005 – eine Kraft, die uns zu tragen vermag.

So wünsche ich Ihnen für das Neue Jahr von ganzem Herzen diese innere wie auch äußere Kraft.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig