Predigt: Herzenswort auf Herbergssuche

Evangelium (Joh 1,1-5.9-14): Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

Liturgische Texte des Tages


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Predigt: Heiligkeit unterwegs

Anmerkungen zum Bild von Joachim Kahl, Marburg

Evangelium (Lk 2,22.39f.): Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen. Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück. Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.


Liturgische Texte des Tages


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Predigt: Menschwerden wie Maria

Evangelium (Lk 1,26-38): [Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas] Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.


Liturgische Texte des Tages


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Predigtgespräch: Lichtzeugnis geben

Evangelium (Joh 1,6-8.19-28): Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte. des Eva


Liturgische Texte des Tages


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Weihnachtsbrief

Im Advent 2008

Wir wollen danken für unser Brot.
Wir wollen helfen in aller Not.
Wir wollen schaffen, die Kraft gibst Du.
Wir wollen lieben, Herr, hilf dazu.

Liebe Mitglieder, Freunde, Verwandte und Gönner des Freundeskreises!

Wir vom Vorstand des Freundeskreises grüßen Sie alle ganz herzlich und möchten zuerst für Ihre Mithilfe danken, finanziell wie auch im Gebet.
Wie in jedem Jahr geht ein besonderer Dank an die Pfarrei St. Antonius Künzell, Herrn Pfarrer Liebig, dass wir für alle Treffen die Räumlichkeiten im Thomas-Morus-Haus nutzen dürfen.
Am 8. März war unsere Jahreshauptversammlung und Vorstandssitzung.
Mit Sr. Therese fand eine weitere Vorstandssitzung am 12. September 2008 statt.
Ja, Sr. Therese konnte unerwartet und gesund (!) einen Heimaturlaub vom 3. Juni bis 15. September 2008 antreten. Begonnen hatte das Jahr 2008 mit Vertreibungen, Tausenden von Flüchtlingen, Bombardierungen im Mt. Elgon-Gebiet und erschreckend vielen Ermordungen. Somit war die Notsituation unbeschreiblich groß. In diesen Wochen war Sr. Therese völlig isoliert und konnte auch nicht die zwei Krankenaussen-stationen Wokape und St. Boniface besuchen. Vor Ort waren je 2 Pflegekräfte. Kontakt erfolgte über Mobiltelefon. Zu den 12 Kindern in Chelelemuk nahm Sr. Therese weitere 4 Waisenkinder/Geschwister auf, deren Eltern grausam ermordet wurden. Der kleine Peter grüßt und dankt im Namen aller Kinder (siehe Foto).

Dank der sicheren Bankverbindung zur Barclay-Bank in Kenia konnten wir Ihre Spendengelder an Sr. Therese überweisen.

Der Freundeskreis wurde 1988 gegründet und so feierten wir das 20 jährige Bestehen mit Sr. Therese in einer feierlichen Messe am 10. August 2008 in St. Antonius, Künzell, auch in Anwesenheit von Bischof Norman King’oo Wambua.

Höhepunkt in Sr. Thereses Besuchszeit war die Verleihung der Elisabeth-Medaille.In Anerkennung ihres lebenslangen außerordentlichen Engagements (seit 1957) zugunsten der Armen und Kranken in Afrika hat Bischof Heinz-Josef Algermissen am Freitag, 8. August 2008, Sr. Therese die Ehrenurkunde und die Elisabeth-Medaille des Bistums Fulda überreicht. Dies ist eine der seltensten und höchsten Auszeichnungen, die das Bistum für treue Dienste zu vergeben hat.

Bei unserer Vorstandssitzung im September mit Sr. Therese konnte die Situation vor Ort nochmals genauestens und umfassend durchgesprochen werden. Krankenstationen, Gärten, Sorgenkinder, aber auch aussichtsreiche Planungen. So hofft sie, dass 2 Oberschülerinnen, die in St. Boniface leben, im Frühling 2009 die Ausbildungen zur Krankenschwester und Lehrerin antreten können.

Wir vom Vorstand sagen nochmals „Herzlichen Dank“ und wünschen Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein friedvolles Jahr 2009.

Für den Vorstand

Heide Bubeck

Und hier der letzte Brief von Sr. Therese

St. Mary’s Health Unit
Chelelemuk P.O. Box 14
Malakisi via Bungoma 50209
Kenya East-Africa 16. Nov. 2008

Meine Lieben zu Hause, Verwandte, Bekannte und alle unermüdlichen Mithelfer vom Freundeskreis,

Euch und Ihnen allen wünsche ich ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest, sowie Gottes Schutz und Hilfe im Neuen Jahr.

Herzlich möchte ich mich bedanken für die schönen Tage und Wochen meines Heimaturlaubes, — ein großes Geschenk. Heimat, ein Vorgeschmack vom Himmel, wo unsere ewige Heimat auf uns wartet. Im Abschied habe ich Euch und Sie alle mitgenommen im Gebet und im Gedenken.

Danken möchte ich dem Freundeskreis, allen Spendern und Helfern, die meinen Dienst unter den Notleidenden hier im äußersten Westen Kenias schon 20 Jahre ermöglichen. Unser Herrgott vergelte, was Sie für Kranke, Waisen, Witwen, Ausgestoßene, Flüchtlinge, mittellose Schüler und Studenten tun.

Seit meiner Rückkehr im September haben wir fast täglich Regen. Grüne Gärten, schlechte Straßen und Brücken. Überschwemmungen haben rund 300.000 Familien obdachlos gemacht, auch im südlichen Teil unserer Diözese. Seit einem Monat sind wir von unseren Außenstationen Wokape und St. Boniface abgeschnitten. Wir verständigen uns mit Mobiltelefonen.

Sorge bereitet uns noch immer die Unsicherheit in der hiesigen Gegend. Die Polizei ist tatenlos.

In der Nachbarpfarrei Sirisia können Inlandflüchtlinge vom Mount Elgon wegen Unsicherheit noch nicht zurück in ihre Häuser. Tagsüber arbeiten sie auf ihren Feldern, vor der Nacht kehren sie in ihre Flüchtlingsbehausungen zurück. Die gegenseitige Hilfe ist bewundernswert.
Landesweit wurden viele Flüchtlingslager geräumt, auch unter Regierungsdruck, ohne dass die Landfrage gelöst wurde. Obdachlose Inlandsflüchtlinge gibt es noch viele.

Die große Frage, wie die Regierung mit den Anführern des Chaos nach den Wahlen umgeht, bleibt, muss aber binnen eines Monats gelöst werden, sonst kommen die Schuldigen vor das internationale Gericht in Den Haag.

Kenia lebte hoch, als der große Sohn Barak Obama zum U S Präsidenten gewählt wurde. Die Freude ist übergroß, so auch die Hoffnungen. Der Vater Obamas, stammesmäßig ein Luo, stammt vom Siaya Distrikt, nahe am Viktoria-See. Die nächste Stadt ist Kisumu. Obamas Stiefgroßmutter lebt noch dort, wo sie den jungen Obama drei Jahre betreute. Im vorigen Jahr besuchte er seine Heimat. Hoffen wir, dass Obama eine Inspiration zum Guten seiner afrikanischen Kollegen sein wird. Wir hoffen, hoffen und beten!!!

Herzliche Grüße und alles, alles Gute, Eure und Ihre Sr. Therese Vogel