Predigt: Herzenswort auf Herbergssuche

Evangelium (Joh 1,1-5.9-14): Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.

Liturgische Texte des Tages


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20090104einleitung.mp3] Pfr. Liebig: Einleitung (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20090104evangelium.mp3] Pfr. Liebig: Evangeliums-Vortrag (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20090104predigt.mp3] Pfr. Liebig: Predigt (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20090104schluss.mp3] Pfr. Liebig: Gebet, Vermeldungen, Segen & Sendung (MP3)


Predigtgespräch: Lichtzeugnis geben

Evangelium (Joh 1,6-8.19-28): Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte. des Eva


Liturgische Texte des Tages


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20081214einleitung.mp3] Pfr. Liebig: Einleitung (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20081214evangelium.mp3] Pfr. Liebig: Evangeliums-Vortrag (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20081214predigt.mp3] Pfr. Liebig: Predigtgespräch (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20081214schluss.mp3] Pfr. Liebig: Gebet, Vermeldungen, Segen & Sendung (MP3)


Firmung in St. Antonius

Einen lebendigen Gottesdienst mit engagierten jungen Christen konnten die Gemeinden St. Antonius und St. Pius am Samstag, dem 15.11.08 erleben. 26 Jugendliche aus St. Antonius und drei aus St. Pius wurden von Prof. Dr. Kathrein in der Piuskirche gefirmt.

“Mit Gott auf dem Weg” – dieses Thema präsentierten Firmlinge: Der Weg den sie bislang gegangen sind mit prägenden Erfahrungen durch Elternhaus, Gemeinde und persönliche Erfahrungen; die Firmung als Tor, gestärkt mit den sieben Gaben Geistes und das vor ihnen liegende Leben, in dem Gott an ihrer Seite stehen wird und in dem sie sich an Ihm ausrichten wollen.

Herr Prof. Kathrein stellte in seiner Predigt das Leben dar als eines, in das man als Kind “hineingeht” und in das unsere Firmlinge nun “hinausgehen” – immer an Seiner Hand.

Eine besondere Freude waren die engagiert vorgetragenen Lieder der ” Firmband”, einer Gruppe von Firmlingen und Jugendlichen, die sich für diesen Gottesdienst zusammengefunden hatte. Zur Gabenbereitung sangen sie ihren “Erstkommunionschlager” “Eine Handvoll Erde” und zum Zwischengesang “We want so see Jesus”.

Einige von der Taizé-Reise inspirierte Firmlinge brachten zum Dank einen Tanz dar: “Aber du weißt den Weg”. Dank sei auch der versierten musikalischen Gestaltung durch die Schola von St. Pius und St. Antonius.

Am Ende des Gottesdienstes dankte Herr Pfr. Liebig allen, die zum Gelingen dieses “geistreichen” Gottesdienstes beigetragen hatten, insbesondere den Firmkatechetinnen für ihren Einsatz im ganzen Jahr.

Der Firmung war eine zehnmonatige Vorbereitung vorausgegangen. Vor den Sommerferien füllten Projekte die Vorbereitung, die dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch dienten. Auch soziale Projekte konnten gewählt werden, wie z.B. ein Tag im Haus Stephanus, ein Babysitterkurs und die Hilfe bei der Fuldaer Tafel. Nach den Sommerferien schloss sich der Glaubenskurs in 10 Einheiten an, der in drei Gruppen von Fr. Fladung, F. Heil, Fr. Liebig und Fr. Nebel geleitet wurde.

Unsere “Firmband” hoffen wir noch einmal im Advent in St. Antonius zu hören.

Predigt: Allerseelen – todbewusst leben!

Evangelium (Joh 11,17-27): Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt. Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus. Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.


Liturgische Texte des Tages


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20081102einleitung.mp3] Pater Raphael: Einleitung (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20081102evangelium.mp3] Pater Raphael: Evangeliums-Vortrag (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20081102predigt.mp3] Pater Raphael: Predigt (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20081102schluss.mp3] Lektorin/Pater Raphael: Vermeldungen, Gebet, Segen & Sendung (MP3)


Anschreiben 11/08

Liebe Pfarrgemeinde!

Den Monat November bezeichnen wir oft als den “Totenmonat”, weil wir mehr als sonst mit unseren Gedanken bei denen sind, die vor uns waren. Die Festtage Allerheiligen und Allerseelen, der Volkstrauertag oder auch der Totensonntag lassen uns diese Verbindung zu unseren Verstorbenen leichter finden.

In diesem Monat ist unser Glaube an die Auferstehung gefordert. Dieser Glaube gibt uns die befreiende Gewissheit, dass nichts, was wir in unserem leibhaften Dasein tun, vergeblich getan ist, und er ruft uns auf, jeden einzelnen Augenblick als ein Samenkorn der Ewigkeit zu sehen und zu leben. Unser Tod mag der Schlusspunkt hinter unseren Erfolgen, unserer Produktivität, unserer Bekanntheit unter den Menschen sein, aber er ist nicht der Schlusspunkt unseres Fruchtbarwerdens. Das Gegenteil ist wahr: Die Fruchtbarkeit unseres Lebens erweist sich erst voll nach unserem Tod. Wir selbst sehen oder erfahren nur recht selten, dass unser Leben und Wirken fruchtbar ist. Oft sind wir zu sehr auf das fixiert, was wir zustande bringen und haben kein Auge für die Fruchtbarkeit unseres Lebens an sich. Aber das Schöne am Leben ist, dass es noch lange nach seinem Ende fruchtbar weiterwirkt.

So ist für mich diese Wahrheit im Weizenkorngleichnis besonders tief ausgedrückt, wenn Jesus sagt: ‚Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht’ (Joh 12,24).

Darin liegt das Geheimnis des Todes Jesu und des Todes aller Menschen, die in seinem Geiste gelebt haben.

Möge uns der Monat November dieser Wahrheit ein wenig näher bringen. Das wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Anschreiben 10/08

Liebe Pfarrgemeinde!

Im Jahre 1891 ist der Monat Oktober als ‚Rosenkranzmonat’ von Papst Leo XIII. eingeführt worden. Er ordnete in seiner Enzyklika ‚Octobri mense’ an, dass in allen Pfarrkirchen im Oktober täglich der Rosenkranz zu beten sei. Insgesamt hat Papst Leo XIII., der von 1878 bis 1903 regierte, nicht weniger als 16 Enzykliken bzw. Apostolische Schreiben über den Rosenkranz veröffentlicht.

Im Grunde hat er mit der täglichen Verpflichtung zum Rosenkranzgebet eine Art Tageszeitengebet für die Pfarrgemeinde eingeführt. Denn der Rosenkranz ist im gewissen Sinne eine ‚Ersatzform’ für das Stundengebet, das zu einer Sache der Ordensleute, Diakone und Priester geworden war, als das Volk die lateinische Sprache nicht mehr verstand.

Wie es 150 Psalmen gibt, hat der Rosenkranz 3 x 50 ‚Gegrüßet seist du, Maria’. Wie beim gemeinschaftlichen Stundengebet der Beter in der Regel nicht jedes einzelne Wort erfasst, sondern eher auf dem Klangteppich der Psalmen beim einen oder anderen Gedanken verweilt, so ist auch der Rhythmus des Rosenkranzes ein Medium der Sammlung und Konzentration auf einen bestimmten Inhalt des Glaubens.

So kann für uns der Rosenkranzmonat ein Anstoß sein, in der Gemeinde diese traditionelle Form neu zu entdecken.

Wir laden Sie deshalb ganz herzlich zum Rosenkranzgebet jeweils mittwochs um 18.00 Uhr oder auch vor den Gottesdiensten ein. Nutzen Sie diese Zeit der Stille für sich und ihren persönlichen Weg.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Monat Oktober.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Vorstellung: Eva-Maria Konsek

Liebe Gemeinde von St. Antonius!

Vor drei Wochen habe ich den Dienst in Ihrer Gemeinde angetreten und ich bin gut angekommen.

Gern will ich Ihnen etwas über meine Person verraten, damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Von Beruf bin ich Gemeindereferentin und Diplomsoziologin und war 25 Jahren im Schuldienst. Ich bin verheiratet und Mutter von drei Kindern im Alter von 13, 15 und 17 Jahren. Der Schuldienst bietet für eine Frau, die Beruf und Familie im Leben verknüpfen will, die günstigeren Dienstzeiten. Aber nun wage ich es, in meinen geliebten alten Beruf zurückzukehren. Schulseelsorge war mir bislang ein wichtiges Anliegen.

In der Pfarrgemeinde St. Antonius widme ich mich zusammen mit anderen Mitarbeitern der Messdienerarbeit. Darüber hinaus hat man mir Bereiche anvertraut, die auch auf die Pastoralverbundsebene reichen, so die Firmpastoral und die Jugendarbeit im Pastoralverbund. Ich freue mich, mitwirken zu können in diesem spannenden Prozess des Zusammenwachsens. An der Don-Bosco-Schule unterrichte ich eine 9. Hauptschulklasse.

Mein erster Eindruck hat sich bestätigt, Künzell hat ein breit gefächertes Gemeindeleben. Viele interessierte, gut gelaunte Menschen, groß und klein, sind mir bislang begegnet. Mit den engagierten Ministrantengruppenleitern und Firmkatecheten wird es eine gute Zusammenarbeit werden. Ich sehe viel Arbeit vor mir und packe sie gern an.

Dem Team meiner pastoralen Mitarbeiter sei an dieser Stelle ein Dank gesagt für die offene und herzliche Aufnahme.

Zu meiner täglichen Anreise aus dem 30km entfernt liegenden Hilders kann ich nur sagen, die Reise lohnt sich.

Ich freue mich auf die Begegnung mit Ihnen.
Eva-Maria Konsek


Frau Konsek hat für unsere Gemeindehomepage 10 Fragen beantwortet – vielleicht haben Sie ja Lust, bei der einen oder anderen Antwort im Gespräch mit ihr anzuknüpfen?

1. Was darf unsere Gemeinde von Ihnen in geistlicher Hinsicht erwarten? – Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich aus der Quelle des Glaubens lebe. Auch in der Zeit meiner Unterrichtstätigkeit in der Schule habe ich immer gedacht, ich brauche den Dienst nicht anzutreten wenn ich nicht vorher gebetet habe. In meinen Arbeitsfeldern werden geistliche Impulse ein selbstverständlicher Bestandteil sein.

2. Was wünschen Sie sich von den Menschen unserer Gemeinde? – Über Wünsche, die ich an die Gemeinde richten könnte, habe ich noch nicht nachgedacht. Mir ist bislang von den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen viel Offenheit und Engagement entgegen gebracht worden, – Engagement, von dem man spürt, dass es seine Wurzeln im Leben aus dem Glauben hat. Das Gleiche gilt für die Hauptamtlichen “meines” Pastoralteams. Ganz herzlichen Dank allen für diese Begegnungen.

3. Wie würden Sie einem Menschen von Gott erzählen, der noch nie etwas von ihm gehört hat? – In meinem Leben bin ich schon oft Menschen begegnet, die der Glaube noch nie persönlich getroffen hat. Insbesondere in meinem Soziologiestudium in Berlin bin ich von Mitstudenten angefragt worden, wie ich denn eine solche “Illusion” (den christlichen Glauben) zum Beruf machen könnte. Ich habe erlebt, dass man Kirchenkritik selbstkritisch und argumentativ begegnen muss. Das Entscheidende ist jedoch vom eigenen Leben zu erzählen. Es ist nicht einfach, verständlich zu machen, dass diese Beziehung zu Gott eine mindest ebenso wichtige ist wie die tragenden menschlichen Beziehungen zu Familie und Freunden. Wenn mir entgegnet wurde “dann brauchst du Gott”, fiel es mir schwer deutlich zu machen, dass meine Beziehung zu Gott mir nicht nur gut tut (“Psychohygiene”), sondern von mir gewollt unverzichtbar der tragende Grund meines Lebens ist.

4. Welche Befürchtungen und Hoffnungen verbinden Sie mit dem Pastoralen Prozess? – Der pastorale Prozess erscheint mir als ein “zartes Pflänzchen”, und ich freue mich an diesem Prozess mitwirken zu können. Notsituationen und Umbrüche waren schon oft in der Geschichte der Kirche Gelegenheit zum Aufbruch. Begreifen wir dies als eine Gelegenheit neue Kräfte einzubinden, mehr Bewusstsein zu prägen für gemeinsame Verantwortung und den Blick “über den Kirchturm hinaus”.

5. Welche Bedeutung hat “Ökumene” für Sie persönlich und für Ihr Wirken in unserer Gemeinde? – Gebürtig komme ich aus der Diaspora (Kassel) und hatte auch evangelische Großeltern. So bin ich groß geworden mit dem Respekt voreinander, aber auch der Erkenntnis, dass es in allen Kirchen überzeugte Christen gibt und solche, die, aus welchen Gründen auch immer, Fernstehende sind. Für meine Arbeit hier sehe ich ökumenische Perspektiven in den mir zugewiesenen Arbeitsfeldern Jugendarbeit und Schulpastoral. Nach erst drei Wochen in St. Antonius sei es mir verziehen, dass sich mein Blick bislang auf die Gemeinde und den Pastoralverbund richtet.

6. Was halten Ihre Kinder von Ihrem neuen Wirkfeld? – Meine Familie freut sich mit mir, dass ich gern meiner neuen Aufgabe nachgehe. Von meinen Kindern ist jetzt durchaus etwas mehr Selbständigkeit gefordert als bisher, doch bisher klappt es ganz gut. Mir selbst ist es wichtig meine Zeit so zu gestalten, dass es bestimmte Zeiten gibt, in denen ich für sie da bin, damit ich ein fester Gesprächspartner meiner Kinder bleibe.

7. Schildern Sie knapp Ihre Gedanken zu folgenden drei Personen: Papst Benedikt XVI., Erzbischof Dyba, Hans Küng. – Meine Liebe zur Kirche ist grundsätzlich unabhängig von amtierenden Päpsten und Bischöfen. Mit der Wahl von Papst Benedikt XVI. hat der Heilige Geist vielleicht die Förderung des ökumenischen Dialoges mit der Ostkirche und das Engagement der Kirchen im Prozess des Zusammenwachsen Europas im Sinn gehabt. Erzbischof Dyba habe ich eher aus der Ferne erlebt (von 1980-1996 habe ich in Berlin gelebt). Die theologischen Werke von Hans Küng habe ich wertschätzend gelesen und u.a. wesentlich in meiner pastoralen Abschlussarbeit verwendet.

8. Was würden Sie in unserer Pfarrkirche spontan optisch verändern wollen, wenn sich Ihnen die Möglichkeit bietet? – Wenn ich irgendwo ankomme, schaue ich zuerst was mir gefällt. In dieser breit angelegten Kirche versammelt sich wirklich das Volk um den Tisch des Herrn und zum Hören des Wortes. Der Altarraum bietet Raum zur Gestaltung in der Liturgie. Das neue Altarbild ist nicht nur ein bunter Farbklecks in dieser ansonsten eher grauen Kirche. Die Zahlensymbolik erfasst viele Kernstücke unseres Glaubens.

9. Wie beurteilen Sie als Schulseelsorgerin die Umbrüche im deutschen Bildungswesen? – Als Mitarbeiterin in der Schulseelsorge sehe ich viele Möglichkeiten des Engagements, die unabhängig sind von den Veränderungen des deutschen Bildungssystems: ökumenische Wortgottesdienste zu diversen Anlässen, Adventmeditationen, Orientierungstage …..

10. Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, wären das…? – Die Not verlassener uns ausgebeuteter Kinder geht mir sehr zu Herzen (eine utopisch erscheinende tägliche Fürbitte). – Als Mutter von drei Kindern ist es meine Lebensaufgabe diese drei zu lebenstüchtigen, frohen Menschen zu erziehen und alles zu tun, damit sie die Verwurzelung in Gott ernst nehmen – Aktuell wünsche ich diesem Pastoralverbund Phantasie, Klugheit und freudiges Engagement vieler Mitarbeiter im Prozess des Zusammenwachsens.


Wir danken Frau Konsek herzlich für Ihre Zeit und Mühe und wünschen ihr für die Begegnung mit neuen Herausforderungen alles Gute und Gottes reichen Segen!

Anschreiben 09/08

Liebe Pfarrgemeinde!

Engel sind ‚in’. Engel werden heute wieder modern. Überall begegnen uns Engelsfiguren, Bücher über Engel … Nachdem sie jahrzehntelang eher ein bescheidenes Dasein fristeten, feiern sie heute fröhliche Urstände. In der Bibel sind Engel ‚Boten Gottes’. Und der Monat September ist ihnen mit den Heiligenfesten der Erzengel am 29. September gewidmet. Sie zeigen Gottes helfende und heilende Hand. Es ist nicht immer klar, ob sie selbstständige Wesen sind oder nur Bilder für Gottes liebende und tröstende Gegenwart. Sicher ist dies: Engel sind Botschafter einer anderen, tieferen Wirklichkeit für die Menschen. Die Vorstellungen, die wir mit ihnen verbinden, sind kostbare Bilder, Imaginationen einer Sehnsucht nach einer anderen Welt der Geborgenheit und Leichtigkeit, der Schönheit und Hoffnung. Das gehört zur tieferen Wahrheit der Engel: Sie zeigen, dass unser Leben ‚mehr’ ist, dass es auf anderes verweist. Engel sind Bilder der tiefen, bleibenden Sehnsucht nach Hilfe und Heilung, die nicht aus uns selber kommen kann. Dass sie heute wieder ‚ankommen’, ist Ausdruck einer Hoffnung, dass unser Leben wirklich nicht ins Leere läuft, dass es glücken kann, dass wir ankommen an unserem eigentlichen Ziel – bei Gott. Engel bringen uns in Verbindung mit einer tiefen Sehnsucht, die in einem jeden von uns steckt. Wir spüren, da wird uns ein anderes, ein größeres Leben eingehaucht.

Und letztlich wissen wir: ‚Gott sendet uns einen Engel, der uns schützt’. Viele haben das Bild vom Schutzengel abgetan, aber wenn sie mit dem Auto unterwegs sind und glücklich einem Unfall entrinnen, dann glauben sie doch, dass sie einen ‚guten Schutzengel’ hatten. Eines ist wesentlich: Wir glauben daran Engel sind Wegbegleiter, sie zeigen uns den Weg, wie einst der Engel Raphael den jungen Tobias sicher ans Ziel geleitet hat. So wünsche ich uns stets – und das nicht nur im September – einen guten Engel als Wegbegleiter auf unserem Lebensweg.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Anschreiben 08/08

Liebe Pfarrgemeinde!

Der Monat August bringt für unsere Kinder und Jugendlichen einen neuen Anfang in der Schule. Diese Tage erinnern uns daran, dass Schule der ‚Ernst des Lebens’ ist, aber ein Ernst, der auch richtig Freude machen kann. So wünsche ich allen viel Freude und Erfolg im nun beginnenden neuen Schuljahr.

Am 15. August feiern wir das Fest Maria Himmelfahrt. Wir begehen dieses Fest in unserem Pastoralverbund Florenberg-Ziehers Süd mit einem Festgottesdienst und sich anschließender Prozession um 19.00 Uhr am Florenberg, wozu ich Sie ganz herzlich einladen möchte.

In diesem Gottesdienst werden wiederum Kräuter geweiht, die Sie mit nach Hause nehmen können. Maria Himmelfahrt ist der Auftakt zur Kräutersammelzeit im Jahresverlauf. Heilpflanzen, die während dieser Zeitspanne gesammelt werden, übertreffen alle Kräuter an Kraft. Es müssen immer sieben Kräuter sein, wobei auch die Zahlen 9, 12, 15 oder 19 eine Rolle spielen.

Die Kräutersammlung zum Himmelfahrtstag hat natürlich einen tiefen religiösen Sinn, wenn auch manche ‚magischen’ Vorstellungen hereinspielen. Maria ist nämlich der ganz heile Mensch. Deshalb konnte sie Gott in sich aufnehmen. Weil sie auf Erden Gott in sich aufnahm, so nahm Gott seinerseits Maria an ihrem Lebensende in den Himmel auf. Die Heilkräuter sind ein Sinnbild für das ganzheitliche Leben, denn sie verweisen uns auf das leibliche wie auch geistliche Heilsein im Glauben. Deshalb segnen wir an diesem Tage auch Kräuter, denn in Maria ist uns ein Kraut geschenkt gegen den Tod, von dem man normalerweise meint, gegen ihn sei kein Kraut gewachsen.

So wünsche ich uns allen einen gesegneten Himmelfahrtstag.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Predigt: Glauben – Stehen zu dem
wer wir sind und was wir tun

Evangelium (Mt 10, 26-33): [In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:] Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern. Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann. Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.


Liturgische Texte des Tages


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20080622einleitung.mp3] Pater Raphael: Einleitung (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20080622evangelium.mp3] Pater Raphael: Evangeliums-Vortrag (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20080622predigt.mp3] Pater Raphael: Predigt (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20080622schluss.mp3] Pater Raphael: Vermeldung, Gebet, Segen & Sendung (MP3)


[audio:https://www.st-antonius-kuenzell.de/wp-content/pred/20080622komplettCUT.mp3] Komplettaufnahme des heutigen Gottesdienstes (MP3)