Tagesimpuls

Wer hat Schuld? Schon im Kindesalter ist diese Frage für viele wichtig! Er oder sie hat doch angefangen, wird dann oft gesagt. Kein hat gerne Schuld und will es schon gar nicht öffentlich zugeben.

In der heutigen Lesung lesen wir:

„Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott!

Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld.“

Aktuell erleben wir, dass vieles zu Fall zu kommen scheint. Können oder dürfen wir überhaupt bei dieser Krankheit die Schuldfrage stellen? Ich denke wir sollten uns da nicht in etwas verrennen. Nicht desto trotz hat unser Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft etwas Spannendes dazu gesagt:

„Der Mensch denkt immer, dass er alles weiß und kann. Und das Tempo, das wir in den letzten Jahren vorgegeben haben, das war auch nicht mehr zu toppen…Umweltkatastrophen haben uns nur so am Rande berührt, Krankheiten sind irgendwo stecken geblieben. Jetzt haben wir etwas erlebt, was die ganze Menschheit betrifft… Jetzt müssen wir alle zeigen, dass wir es auch anders können, dass wir respektvoller miteinander umgehen können.“

Ich finde die Aussage sehr stark, da sie sie Finger auch mal in die Wunde legt! Er blickt zurück, aber auch schon nach vorne. Es braucht ein menschliches Umdenken in der Welt. Wollen wir das wirklich?

Im Evangelium lesen wir heute die zwei wichtigsten Gebote Gottes:

„Darum sollst du den Herrn, deinen Gott,

lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele,

mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

Als zweites kommt hinzu:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“

Gibt es aktuell etwas Wichtigeres? Wenn wir uns daran halten und uns gegenseitig an diese Liebe erinnern, werden wir aus dieser Lage gestärkt und neu hervorgehen!

Ich lade Sie heute besonders ein diese Liebe in Künzell und rund um uns herum zu teilen. Seien wir uns bewusst, dass wir Menschen nicht die Größten und Mächtigsten sind, sondern unser großer Gott des Lebens. Lassen Sie uns mit ihm gemeinsam Taten der Nächstenliebe vollbringen:

  • Schreiben Sie anderen Menschen
  • Rufen Sie Menschen an
  • Verteilen Sie unsere schönen Grußkarten
  • Machen Sie aufmerksam auf die vielen Möglichkeiten
  • Beten Sie gemeinsam

Das heutige Lied ist wieder im Gotteslob zu finden, Nr. 358 (Ich will dich lieben)

Und hier zum Anhören und mitsingen:

Will ich lieben? Wenn ja, wen liebe ich? Und wie leibe ich?

Mit meinen Stärken und meinen Werken!?

Ich will lieben! Meinen Gott und die Menschen! Ich will dafür einstehen und dafür handeln!

Erlebnis von gestern: Ich merke aktuell eine bedrückende Kraft, die an mir zieht: Wie geht es weiter? – Gestern Vormittag nahm ich mir einen Moment, um einfach mal nach draußen zu gehen, einen Apfel zu essen und dabei eine Hummel zu beobachten. Da fiel mir auf, dass ich solche Momente viel zu wenig im Alltag habe: Zur Ruhe zu kommen und einfach mal die Natur zu erleben! Das sind für mich in diesen Zeiten Lichtblicke. Diese möchte ich solange es noch erlaubt ist, weiter erleben und mich weiter positiv in dieser Lage stärken lassen.