Tagesimpuls

„Das haben wir immer so gemacht“, kennen Sie solche Aussagen und „Totschlagargumente“? – Wir Menschen sind meist geprägt von einer gewissen Gewohnheit, die uns Sicherheit verschafft. Mir geht es auch immer wieder so, dass ich Neuem eher skeptisch gegenüberstehe. Da fehlt mir manchmal auch der Mut! Gut, dass Jesus diesen Mut gehabt hat und er ein Vorbild für uns sein kann, etwas Neues zu wagen. Nicht, damit man mal etwas anders macht, sondern im Sinne Gottes zu handeln und zu erkennen wann etwas wie dran ist!

In der heutigen Lesung lesen wir:

„Seht, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn.“ (Jesaja 65,17)

Eine neue Erde!? Wir hören aktuell auch immer mal wieder solche Sätze wie: „Die Welt wird eine andere sein“ oder „es wird nichts mehr sein wie es vorher war“. Ich weiß es nicht und ich denke wir alle wissen nicht genau, was diese Zeit der Ungewissheit und der Krankheit mit sich führen wird und wie sich das Leben verändern wird.

Wollen wir Veränderung? Wollen wir überhaupt Solidarität, Zusammenhalt oder Herzlichkeit im Leben, wenn keine Gefahr droht oder reißen wir uns nur mehr zusammen, wenn Gefahren drohen?

Ich glaube wir haben zumindest die Chance durch die Türen Gottes zu gehen, der uns einlädt auch in Zukunft auf unser menschliches Verhalten genau zu schauen und sich möglicherweise auch neu zu erfinden!

Im Evangelium vom heutigen Tag erleben wir, was es heißt zu glauben:

„Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg.“ (Johannes 4,50)

„Glaube versetzt Berge“, glauben wir das heute noch? Ist uns bewusst, dass wir nicht alles machen oder schaffen können? Dass wir nicht allmächtig sind!?

Sind wir bereit unser Leben in Gottes Hände zu legen oder haben wir Angst etwas zu verlieren?

In diesen Zeiten haben wir Angst vor Verlusten, wie den Beruf oder liebe Menschen um uns herum. Diese Angst verbindet uns alle. Wir merken aber auch wie viele Menschen an die Größe Gottes glauben, der da ist!!!

Lasst uns gemeinsam daran glauben und in dieser Hoffnung an diesem Montag den Alltag meistern.

Das heutige Lied beinhaltet die Fragen in unserem Glauben. Können wir da mitsingen und mitgehen!?

  • In seinen Händen!?
  • Bin ich Gott geschaffen?
  • Gott wird Mensch!
  • Auferstehung!?
  • Geist in unserem Herzen?
  • In Gottes Sinn zu handeln…
  • Gott als Fundament?
  • Liebe, die einigt, was uns trennt

Erlebnis von gestern: Gestern war ich zu Besuch bei meinen Eltern (im schönen Ort: Pfaffenhausen): Ich machte mir vorher so meine Gedanken, ob es richtig ist zu ihnen zu fahren. Ich habe es dann aber gemacht und glaube auch, dass es richtig war! – Unterwegs waren an diesem Tag nicht viele Autos. Ein Auto bremste meinen eher flotteren Fahrstil dann aber doch aus:). Normal stört mich das sonst. Dieses Mal aber fand ich es sogar angenehm und hielt gut Abstand und genoss, während ich durch das Autofahren die Umwelt zwar zerstöre, ihre schöne Aussicht von Wald und Wiesen! – Trotz meiner Zweifel der Fahrt ins „Hotel Mama“ war es ein schöner Tag. Im Hotel Mama gibt es eben das beste Essen:), aber auch die Familie ist eben enorm wichtig! Es war einfach schön in der Heimat zu sein, auch mit Tante und Onkel und weiteren Nachbarn ganz kurz zu sprechen (alles natürlich mit gutgemeintem Sicherheitsabstand – Balkon-Straße z. B.). – Es wird mir immer mehr bewusst, was wirklich wichtig ist im Leben und wofür oft leider keine Zeit bleibt. Auch wenn das wahrscheinlich in der nächsten Zeit mein letzter persönlicher Besuch war, ist es dennoch ganz wichtig, weiter Kontakt zu unseren Liebsten zu halten. – Sich in diesen Zeiten mal zu sehen, war für mich sehr schön.