Tagesimpuls

Ab heute schreibe ich an jedem Tag einen kleinen Impuls. Dieser Impuls befasst sich mit den Bibeltexten des jeweiligen Tages und einem Lied aus dem Gotteslob…

In der heutigen Lesung lesen wir im letzten Satz:

„Errette uns, deinen wunderbaren Taten entsprechend; verschaff deinem Namen Ruhm, Herr!“

Vielleicht denken wir in dieser Zeit daran und bitten doch, dass das Ganze gut ausgeht. Wir merken, dass wir Menschen eben nicht alles in der Hand haben und planen können. In diesen Zeiten sollten wir uns das bewusst machen und darauf vertrauen, dass Gott uns nicht vergessen hat!

Wir werden aktuell immer mehr eingeschränkt und können unsere sozialen Kontakte nicht wie gewohnt pflegen. Dennoch, was sind jetzt die Wege? Wir können weiter in Kontakt bleiben: Vielleicht in der kleinen Hausgemeinschaft, in kleinen Gruppen draußen und darüber hinaus in Gedanken und im Gebet. „Ich denke an dich“ oder „ich bete für dich“, sind das nicht Worte, die uns guttun und stärken, wenn wir wissen, ich bin eben nicht allein. Da gibt es viele Menschen, die an mich denken.

Zusammenhalt ist jetzt unser Motto und vielleicht möchte uns dabei Gott unterstützen, dass wir nun mehr und mehr füreinander da sind und uns gegenseitig tragen.

Im Evangelium lesen wir heute:

„Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal?“

Was ist wirklich wichtig in unserem Leben? Eines ist sicher die Vergebung. Unser Miteinander ist nun entscheidend. Auch wenn wir uns manchmal über Dinge und andere Personen ärgern. In diesen Zeiten merken wir wie nebensächlich diese Dinge werden. Es geht um die Liebe, die Gottes- und Nächstenliebe!

Was können wir in diesen Zeiten tun? Ich finde, dass die Musik uns dabei auch helfen kann.

Ich habe heute ein Lied herausgesucht, dass ich im letzten Jahr beim Messdienerwochenende kennengelernt habe (Nr. 830 – Wo beginnt der Weg zu dir), hören sie es sich gerne mal an:

Wo beginnt der Weg – hier beginnt der Weg – Leben wir! – Teilen wir! – Lieben wir! – Weitergehen bis hin zum Horizont – am Ende verstehen…

Wir sind immer auf einem Weg, verstehen können wir so vieles nicht. Lassen wir uns auf den Weg mit Gott ein und vielleicht werden wir, wenn wir weitergehen, immer mehr verstehen.

Ab heute mache ich mich täglich unterwegs und jogge durch Künzell. In diesem Sinne möchte ich besonders für unsere Anliegen unterwegs sein.

Gerne können Sie mir Ihre Anliegen zusenden (steffen.buedel@bistum-fulda.de)

Erlebnis von gestern: Ich war beim Bäcker und die Verkäuferin gab mir anstatt 16€, 26€ Rückgeld. Ich bemerkte es nach einem kurzen Moment und gab ihr 10€ wieder zurück. Ein Mann hinter mir schien darüber verwundert und sagte, dass er das großartig fände! Für mich war es selbstverständlich, doch der Mann meinte, dass das nur die Wenigsten getan hätten. So kamen wir nur ganz kurz ins Gespräch über das Miteinander unter uns Menschen. Gerade jetzt ist es wertvoll, dass wir aufeinander achten und nicht versuchen irgendwelchen Profit aus dieser Lage zu ziehen.

Steffen Büdel, Gemeindereferent