Weißer Sonntag 2020: Den Gott meines Lebens JETZT sehen und suchen!

In seiner Predigt zum Zweiten Sonntag der Osterzeit 2020 geht Pfr. Liebig dem Potenzial der gegenwärtigen Zeit für die Zukunft des Glaubens und der Menschheit nach und konkretisiert dabei das am Ostermontag zur Sehnsucht Gesagte: Die kirchliche Gemeinschaft ist wie ein Rad, in dem die Speichen vom Rand her auf Christus hin zulaufen und von ihm her gehalten werden. Je näher wir an Gott zu bleiben versuchen, uns mit seinem Wort auseinandersetzen und es für unsere Zeit auszulegen und zu leben versuchen, desto näher sind und kommen wir uns trotz aller Unterschiedlichkeit, welche die Gemeinschaft der Kirche ausmacht und belebt. Bei aller Härte unserer Gegenwart wird uns auch deutlich, was vor Corona brach lag, welche tiefgreifenden Probleme wir als Menschen und auch als Gesellschaft in den Blick zu nehmen und zu lösen haben, um zukunftsfähig zu werden. Die Frage der Jünger, insbesondere des ungläubigen Thomas im Tagesevangelium, ist daher auch die Frage der Menschen unserer Tage: Wo ist Gott? Und wie damals, so gilt auch heute: Er ist gerade da, wo das eigene Ich aus dem Vorder- in den Hintergrund tritt, wo meine Nächsten, wo Familie, Freunde und Menschen darüber hinaus in den Vordergrund meines guten Handelns werden, wo ich Abstand von meinem Egoismus und Anspruchsdenken nehme. Er ist da, wo wir die neue Ernsthaftigkeit des Lebens und des Alltags bemerken und auf unseren Glauben hin deuten. Wichtig ist es dann, mit und in diesem Prozess nicht allein zu bleiben, sondern darüber zu reden, darüber in Austausch zu treten, was es heißt, den Gott meines Lebens jetzt zu sehen und jetzt zu loben. Dies ist der Weg aus dem Mauseloch, aus der Gegenwart in die Zukunft, auf dem aus unseren Sehnsüchten eine neue Vision christlichen Denkens und Handelns entstehen kann… – hier geht es zu unserem YouTube-Gottesdienst: …

Liturgische Texte des Tages

Bildquelle: Trimlack auf Pixabay