Der Freundeskreis…

Der Freundeskreis Schwester Therese Vogel Kenia e.V. ist ein eingetragener Verein beim Amtsgericht/Registergericht Fulda.

So erreichen Sie uns:

1. Vorsitzende:
Heide Bubeck
Turmstraße 40
36093 Künzell
Tel./Fax: 0661-9336788

2. Vorsitzender:
Prof. Dr. Ing. Konrad Schwanitz
61203 Reichelsheim
Mail: Konrad-Schwanitz@online.de

Kassierer:
Prof. Dr. Ing. Erwin Schwab
58540 Meinerzhagen
Mail: schwab@schwab-net.com

Spendenkonto:
Freundeskreis Sr. Therese Vogel Kenia e.V.
Commerzbank Gießen
IBAN: DE98 5138 0040 0885 5936 00
BIC: DRESDEFF513

Sonntag der Weltmission 2017

Heute feiern wir den Sonntag der Weltmission hier bei uns in St. Antonius. Wir tun dies ganz bewusst als Teil der weltumspannenden Gemeinschaft der Kirche. Nicht nur hier bei uns, sondern überall auf der Welt, wo die Gläubigen zusammenkommen, um Gottes Gegenwart zu feiern. Auf allen Kontinenten und in nahezu allen Ländern. So auch in Kenia. Und es freut uns, dass wir heute im Gottesdienst Sr. Therese Vogel begrüßen können, die vier Jahrzehnte in Kenia arbeitete. Hermann Diel hat sie interviewt…

Erste Lesung: Weisheit 6,12-16 – Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit; wer sie liebt, erblickt sie schnell, und wer sie sucht, findet sie. Denen, die nach ihr verlangen, gibt sie sich sogleich zu erkennen. Wer sie am frühen Morgen sucht, braucht keine Mühe, er findet sie vor seiner Türe sitzen. Über sie nachzusinnen ist vollkommene Klugheit; wer ihretwegen wacht, wird schnell von Sorge frei. Sie geht selbst umher, um die zu suchen, die ihrer würdig sind; freundlich erscheint sie ihnen auf allen Wegen und kommt jenen entgegen, die an sie denken.
Zweite Lesung: 1 Thessalonicher 4,13-18 – Brüder, wir wollen euch über die Verstorbenen nicht in Unkenntnis lassen, damit ihr nicht trauert wie die anderen, die keine Hoffnung haben. Wenn Jesus – und das ist unser Glaube – gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen. Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind, wenn der Herr kommt, werden den Verstorbenen nichts voraushaben. Denn der Herr selbst wird vom Himmel herabkommen, wenn der Befehl ergeht, der Erzengel ruft und die Posaune Gottes erschallt. Zuerst werden die in Christus Verstorbenen auferstehen; dann werden wir, die Lebenden, die noch übrig sind, zugleich mit ihnen auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein. Tröstet also einander mit diesen Worten!
Evangelium: Matthäus 25,1-13 – (In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:) Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach und auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Reisebericht von Maria und Prof. Dr. Erwin Schwab

Februar 2016

Jambo, habari, hallo liebe Familie, Freunde und Förderer zu Hause,
wir grüssen euch ganz herzlich aus Kenia.

Als Kathi sich 2006 auf den Weg machte, um auf der Krankenstation von Schwester Therese im Westen Kenias, nahe der Grenze zu Uganda, 6 Monate ehrenamtlich zu arbeiten, hätten wir nie gedacht, dass sich daraus für uns mit Eurer/Ihrer Unterstützung ein Hilfsprojekt entwickeln würde. Für uns hat sich seither einiges verändert: 10 Jahre Kenia-Projekt, Spenden sammeln, Kontakte knüpfen, Mitarbeit im Verein „Freundeskreis Schwester Therese Vogel“, Fulda und nach Kenia reisen. Nun sind wir wieder hier, um die Krankenstationen zu besuchen, vertraute Menschen zu treffen und neue Projekte in die Wege zu leiten. 112 kg Hilfsgüter haben wir im Gepäck, med. Geräte, Verbandsmaterial, Kleidung, Laptops und nur wenige persönliche Dinge.

Unsere Anreise von Frankfurt über Amsterdam nach Nairobi verläuft reibungslos. Der Flughafen in Nairobi ist mittlerweile nach internationalem Standard ausgebaut. Alles ist perfekter und bestens durchorganisiert. Wir treffen auf gut geschultes, freundliches und sehr höfliches Personal. Niemals empfinden wir ein Gefühl von Unsicherheit. Auffällig ist, dass mittlerweile sehr viele Frauen als Bodenpersonal, im Service, beim Zoll und als Polizistinnen arbeiten. Es geht spürbar aufwärts in Kenia! Nach einem weiteren Inlandsflug nach Kisumu werden wir von Sr. Therese und dem Fahrer vom Bischof abgeholt. Auch Bruder Hans, der die Handwerkerschule am Victoriasee leitet, ist gekommen, um uns freudig zu begrüssen. Er ist für uns ein wichtiger Afrika-Kommunikator und -Freund. Beim gemeinsamen Mittagessen werden die ersten spannenden Afrika-Geschichten ausgetauscht.

Ca. 5 Stunden brauchen wir noch bis zu unserem Ziel. Wieder können wir während der Fahrt einen gravierenden Fortschritt im Land feststellen. Die Städte Kisumu und Bumgoma expandieren. Teerstrassen sind gebaut und die Buschpisten ausgebessert. Autos und Mopeds in zunehmender Zahl beherrschen das Strassenbild. Nur auf der Krankenstation St. Boniface im tiefen Busch am nördlichen Zipfel von Kenia ist die Zeit stehengeblieben. Sehnlichst und erwartungsvoll begrüsst uns die Kleinfamilie von Sr. Therese. Für sie ist unser Besuch eine grosse Abwechslung und ein Segen. Ihr könnt euch kaum vorstellen, mit welch strahlenden Augen und dankbarer Freude sie die mitgebrachten Geschenke und Kleiderspenden annehmen. „A sante Sana, Danke“ an alle grosszügigen Spender in Deutschland! Hier wohnen und leben wir nun für 11 Tage.

Der Garten und die kleine Farm liefern Gemüse, Obst, Eier und Hühnchen für unsere tägliche Verpflegung. Neben ihrer Tätigkeit als Krankenschwester ist Sr. Therese ein botanischer Fachmann. Viele Heilkräuter aus ihrem Garten werden zur Heilung von Krankheiten eingesetzt. Wir lieben die Kräutertees, die unser empfindliches Immunsystem in Afrika stärken. Die Regenwassertanks sind gut gefüllt, denn bei 32 Grad ist dann auch eine kalte Regenwasserdusche eine Wohltat.

Von den 24 Waisenkindern leben nur noch 2 auf der Krankenstation. Weitere besuchen eine Boardingschool oder befinden sich im Studium und in der Handwerkerausbildung. Froh und zufrieden sind wir, dass mittlerweile 7 geförderte Schüler eine abgeschlossene Berufsausbildung haben und als Lehrer, Krankenschwester und Schneiderin arbeiten. Unser Ziel bleibt, allen den Start zur Eigenständigkeit in der Zukunft zu ermöglichen. Dazu sind für 2016 bereits alle Schul- und Studiengebühren von den Spendengeldern bezahlt!

Die Versorgung der Patienten auf den 2 Krankenstationen wird von Sr. Therese und ihren 4 Mitarbeiterinnen in gewohnter Weise bewältigt. Die Zahl der Patienten ist z. Zt. etwas rückgängig. Es gibt weniger Malaria- und Aidskranke, aber täglich Zahnpatienten. Ein Schwerpunkt bildet die Mütter-und Kleinkindervorsorge. Von Regierungsseite ist sehr viel Kapital in die Gesundheitsvorsorge gesteckt worden. Sr. Therese muss eine umfangreiche Krankenstatistik führen aufgrund derer sie dann mit kostenlosen Medikamenten beliefert wird. Verbessert werden muss die Zusammenarbeit zwischen kommunalen „Healthworkern“ und der Krankenstation. Aufklärung der Bevölkerung ist ein grosses und wichtiges Ziel.

Wie kann eine nachhaltige Zukunft der Krankenstationen gesichert werden?

Schwester Therese arbeitet mit 83 Jahren nach wie vor täglich 12 Stunden. Sie behandelt Patienten, managed und delegiert den gesamten Tagesablauf. Wenn es möglich ist, leistet sie sich mittlerweile eine kurze Mittagsruhe.

Nach Absprache mit dem Bischof (die Krankenstationen unterstehen der Leitung des Bistums Bungoma) und der örtlichen Gesundheitsbehörden sollen noch in diesem Jahr 2 examinierte kenianische Krankenschwestern und eine Labormitarbeiterin eingestellt werden. Dadurch soll eine qualitativ hochwertige Krankenversorgung dauerhaft ermöglicht werden und in den nächsten 3 Jahren der Übergang der Verantwortung in neue Hände erfolgen.

Ausserdem haben wir mit Bischof Norman den Ausbau einer vorhandenen Seminareinrichtung in der ländlichen Region zu einer Handwerkerschule für Mädchen mit 4 Ausbildungsrichtungen abgestimmt.

Die Seminareinrichtung wird von kenianischen Schwestern geleitet, die bereits vor Ort sind. Die Finanzierung muss in den nächsten Wochen abgestimmt werden.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass dies auf den Weg gebracht wird und im Sinne aller Spender ist.

Nach getaner Arbeit sind wir gestern nach Namibia weiterreist. Wir wollen uns etwas entspannen auf unserer Reise durch die Namib-Wüste.

Wir sagen im Namen von Sr. Therese ein herzliches Dankeschön nach Deutschland an Sie/ Euch alle für die bisherige Mithilfe in der Hoffnung auf ein weiteres „Miteinander, Füreinander, für die Andern“.

Seid herzlichst gegrüsst,
bis zum Wiedersehen in Deutschland am 9.3.2016.

Maria und Erwin Schwab