Anschreiben 12/2004

Liebe Pfarrgemeinde!

Advent – Weihnachten steht vor der Tür. Wir erwarten Jesus Christus in unserem Leben. Kürzlich las ich in einem Büchlein, dass jemand einen Engel traf und ihn fragte:

“Warum geht denn Jesus Christus zu den Menschen und wird einer von ihnen, wenn doch keiner nach ihm verlangt?“ Und der Engel gab ihm zur Antwort: “Er liebt – er liebt sie; und wer liebt, der kann nicht anders! – Weißt du, Mächtigen muss man gehorchen, Starke muss man fürchten, Reiche mag man beneiden, Kluge kann man bewundern. Kinder – kann man nur lieben. Darum kommt er nicht mit Macht und Herrlichkeit in die Welt, sondern als Kind.”

Vielleicht ist das eine Antwort und ein Anspruch für die adventliche und weihnachtliche Zeit, die vor uns liegt. Sollten wir nicht überlegen, ob das Kleine – ein Besuch, eine Karte, ein Telefonat oder ein ehrlich gemeintes “Wie geht es dir” – diese Zeit prägen könnte. Verlangen wir nach ihm, nach seiner Liebe in diesen Tagen, öffnen wir uns für ihn und lassen wir uns beschenken, dann kann Jesus Christus in diesen Tagen bei uns ankommen.

So wünsche ich Ihnen zusammen mit meinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Gottes reichen Segen zum Advent und für die vor uns liegende
weihnachtliche Zeit.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Pfarrbrief 12/2004

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Pfarrbrief 11/2004

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Anschreiben 11/2004

Liebe Pfarrgemeinde!

Vom Hl. Franz von Sales gibt es ein schönes Wort, das heißt:

Die Zeit – Gott zu suchen, ist das Leben.
Die Zeit – Gott zu finden, ist der Tod.
Die Zeit – Gott zu besitzen, ist die Ewigkeit.

Diese Gedanken schenken uns gerade im sogenannten “Totenmonat” November ein Stück Trost und Blick in die Zukunft. Ist doch der Besuch der Gräber zu Allerheiligen und Allerseelen ein Protest gegen den grausamen Gedanken, dass unsere Verstorbenen für immer von uns gegangen sein sollen.

Die Toten gehören auch nach ihrem leiblichen Tod zu uns. Und wir gehören zu unseren Verstorbenen, die uns nur einen Schritt vorausgegangen sind.
Bedenken wir dies im Monat November.

Ihr Pfarrer Rudolf Liebig

Ostern 2005

ANSPRACHE ZU OSTERN
(OSTERSONNTAG, DEN 27. MÄRZ 2005)

Liebe Schwestern und Brüder!

Entsorgen, gut loswerden – ein wichtiges Bedürfnis unserer Zeit. Und wo immer Problemstoffe dabei sind, da muss vor dem Entsorgen gut abgedichtet werden, versiegelt werden, damit nichts entweicht. Entsorgen und abdichten – das sollte der Stein vor dem Grab Jesu sein.

Aber der Stein hatte auch etwas Besonderes – er wurde nämlich noch amtlich versiegelt. Ein letzter bürokratischer Vorgang, um sagen zu können: Entsorgt, versiegelt, abgeschlossen, abgehakt, erledigt.

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Künzell-Jerusalem und zurück

Es war sicher ein Highlight unter den ohnehin hochkarätigen Programmangeboten der Katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius Künzell in Vorbereitung auf das dies-jährige Osterfest.

Am Freitag der vergangenen Woche hielt zunächst Oberschulrat i.K. Dieter Wagner einen etwa einstündigen Vortrag über Simon von Cyrene, dem Mann, „der vom Acker kam“ und Jesus beim Tragen des Kreuzes half. Die Betrachtung eines Bildes von Sieger Köder, die Interpretation des passend gestalteten Pfarrsaales und eine Reihe biblischer Detailentdeckungen lieferten Schlüssel zum Verständnis einer oft weniger beachteten, aber gerade hinsichtlich der Nachfolge Jesu wichtigen Figur: Simon wird unter dem Querbalken des Kreuzes zum Bruder Jesu, lässt sich in das Geschehen hineinziehen und zeigt so, dass die Nachfolge auch und gerade das Leiden und das Schmerzhafte kennt.

An den Vortrag schloss sich die erste von insgesamt vier liturgischen Nächten an. Diese meditativen Treffen, in dieser Form in der Gemeinde St. Antonius eine Premiere, sollen in besonderer Weise auf den Weltjugendtag vorbereiten und dessen Thema „Wir sind gekommen, um ihn anzubeten“ anbahnen. In der bis kurz vor Mitternacht andauernden ersten Begegnung stand eine meditative Reise von Künzell nach Jerusalem und zurück im Mittelpunkt. Die Anwesenden wurden zu Zeugen des an die Befreiung aus der ägyptischen Gefangenschaft erinnernden Paschamahls Jesu und seiner Jünger, dem der Mann aus Nazareth durch auf sein eigenes Wirken deutende Zusätze neuen Sinn gab. Zur Veranschaulichung wurden im Kaminraum des Thomas-Morus-Hauses eine Tafel mit einem Seder-Teller, einer Schriftrolle und einer Menorah aufgebaut und Mazzen, Wein, Fruchtmus sowie Bitterkräuter darauf gestellt. Im weiteren Verlauf, dem Weg vom Paschamahl zur Heiligen Messe, wichen diese dem Allerheiligsten, dessen Anbetung einen rundum gelungenen Abend abschloss.

Alle Interessierten sind herzlich zu der nächsten liturgischen Nacht am Gründonnerstag-Abend (von 21 Uhr bis Mitternacht) eingeladen!

Anderswo

Anmerkung: Diese Link-Sammlung zu den Themen Religion und Kirche wird von Matthias Heil gepflegt. Das komplette Archiv mit über 8000 Links finden Sie hier.